Illustration einer Sardine
Sardine
Sardinen sind Wanderfische, die in Schwärmen unterwegs sind. Sie gelten als Nomaden der Meere.

Beschreibung

Sardinen gehören zur Familie der Heringe. Als Wanderfische sind sie in Schwärmen unterwegs und gelten als Nomaden der Meere. Sie ernähren sich hauptsächlich von winzigen Krebstieren, Fischlaich und Larven. Sardinen sind sehr temperaturempfindliche Tiere, die Wassertemperaturen von 10 bis 20 Grad bevorzugen. Ihren Lebensraum verlagern sie deshalb je nach Jahreszeit entsprechend nach Norden oder Süden. Sardinen leben in einer Wassertiefe von bis zu 60 Metern. In der Nacht jedoch schwimmen sie näher an die Oberfläche und übernachten in einer Tiefe von 15 bis 30 Metern.

Geschlechtsreif werden Sardinen durchschnittlich im Alter von drei Jahren. Weibchen legen bis zu 60.000 Eier ab, die frei im Meer treiben, bis schon nach wenigen Tagen die Larven schlüpfen. Junge Sardinen wachsen sehr schnell und erreichen bereits nach einem Lebensjahr eine Länge von bis zu 8 Zentimetern. Maximal werden Sardinen ca. 26 Zentimeter lang. Sie haben einen lang gestreckten, schlanken Körper. Der Rücken ist grünlich bis bläulich gefärbt und die Bauchseite schimmert silbern. Charakteristisch sind die großen silbernen Schuppen, die entlang der Körpermitte verteilt sind. Der Unterkiefer steht auffällig nach vorne und die Flossen des Fisches sind verhältnismäßig klein.

Vorkommen

Sardinen sind im Nordostatlantik zu finden, eher selten in Island und der Nordsee aber in Richtung Süden bis zur Küste Senegals. Außerdem schwimmen Sardinen im Mittelmeer, dort vor allem im westlichen Teil und an der Adria, seltener im östlichen Teil. Sie sind aber auch im Marmarameer und im Schwarzen Meer unterwegs.

Fangmethoden

Sardinen werden hauptsächlich mit Ringwadennetzen, aber auch mit Schlepp- und Stellnetzen gefangen. Die eher außergewöhnliche Methode der „Lichtfischerei“ wird oft von den kleineren Fischern im Mittelmeer angewendet. Diese locken in der Nacht mit erleuchteten Booten die Sardinen an die Wasseroberfläche und fangen sie dann mit Netzen ein.

Saison

Sardinen werden das ganze Jahr über gefangen und sind deshalb auch durchgehend in gleichbleibender Qualität erhältlich.

Geschmack

Sardinen haben einen äußerst würzigen, kräftigen Geschmack.

Zubereitung

Frische Sardinen schmecken sowohl gebraten als auch gegrillt vorzüglich. Man bereitet sie immer im Ganzen zu. Zum Pochieren sind sie nicht geeignet.

Schon probiert?

Eine besonders köstliche Kombination sind gegrillte Sardinen mit einer Panzanella (Brotsalat) und schwarzen Coratina-Oliven aus Apulien.

Schon gewusst ...

... dass Sardinen in den 80er-Jahren als „Ersatzfisch“ für die damals knappen Heringe und Makrelen in Konservendosen eingemacht wurden?

Tipp

Sardinendosen kann man lange lagern. Einige Experten raten sogar dazu, Ölsardinen mindestens ein Jahr liegen zu lassen und die Dose regelmäßig zu wenden. Dadurch werden sie sehr gut mit dem Öl durchtränkt und entwickeln einen vorzüglichen Geschmack.

Übersetzung

Sardina pilchardus
Sardine, Pilchard
Pilchard, Sardine
sardine commune, sardine, célan
sardina
sardine

Nährwerte

100 g Sardine (verzehrbarer Anteil)

Energie

498 Kilojoule
118 Kilokalorien

Grundzusammensetzung

Wasser: 76,0 %
Eiweiß: 19,4 %
Fett: 4,54 %

Fettsäuren

EPA: 580 mg
DHA: 810 mg

Mineralstoffe

Natrium: 100 mg
Kalium: k. A.
Calcium: k. A.
Magnesium: 24 mg

Spurenelemente

Jod: 32 µg
Selen: 58 µg
Zink: k. A.

Vitamine

Vitamin B12: 0,14 µg
Vitamin D: 11 µg

Quelle: Souci-Fachmann-Kraut, Nährwert-Tabellen 7. Auflage (2008)