Illustration eines St. Peterfisch
St. Peterfisch
Besonders sportlich ist der St. Petersfisch nicht unterwegs, obwohl er wie eine Diskusscheibe aussieht. Am liebsten lässt er sich treiben ...

Beschreibung

Der durchschnittliche St. Petersfisch erreicht eine Länge von 40 Zentimetern, wird maximal 90 Zentimeter lang und kann in freier Wildbahn bis zu zwölf Jahre alt werden. Seine Körperform erinnert an eine Diskusscheibe. Die derbe, silberne bis gold-braune Haut ist schuppenfrei. Seine Flossen benutzt er selten, viel lieber legt er sich auf die Seite und lässt sich treiben, besonders wenn er in Strandnähe kleinen Plattfischen nachstellt. Meist hält er sich in kleineren Gruppen oder allein in Küstennähe auf. Im Mittelmeerraum wird der St. Petersfisch „Saint-Pierre“ genannt. Bei uns ist er auch unter dem Namen Heringskönig bekannt, weil er langsam und majestätisch den Heringsschwärmen folgt, die seine Hauptnahrungsquelle darstellen.

Vorkommen

Der St. Petersfisch ist an den Atlantikküsten und im Mittelmeer sehr häufig anzutreffen, in der Nordsee und in den nordischen Meeren hingegen eher selten. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Britischen Inseln bis nach Südafrika, er lebt im ostchinesischen Meer und in den Küstengewässern Australiens und Neuseelands.

Fangmethoden

St. Petersfische werden selten gezielt gejagt, sondern sind eher Beifang von Berufsfischern, die mit Schleppnetzen und Leinen andere Fischarten fangen. Das Marktangebot an St. Petersfischen ist daher eher gering.

Saison

St. Petersfische sind das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Sie werden als Frischfisch sowie als Tiefkühlware angeboten. Bei diesem edlen Fisch lohnt es sich aber, explizit Frischware vorzubestellen.

Geschmack

Kulinarisch gilt der St. Petersfisch als Delikatesse, da seine Filets von bester Qualität sind. In Frankreich brachte ihm sein festes, weißes und sehr köstliches Fleisch den Namen "Poule de mer“ (Meerhühnchen) ein.

Zubereitung

Das feine Fleisch des St. Petersfisches eignet sich sehr gut zum Pochieren, Braten oder Dämpfen. Allerdings muss man bei der Zubereitung aufmerksam sein, da das Filet bei einer etwas zu langen Garzeit trocken und strohig werden kann. Den Fisch am besten nicht zu stark würzen, um seinen filigranen Geschmack nicht zu überdecken.

Schon gewusst ...

... dass der St. Petersfisch nach seinem Hauptmerkmal, einem deutlich erkennbaren Fleck hinter den Kiemen, benannt ist? Der Legende nach fuhr der heilige Petrus vor über 2000 Jahren an den See Genezareth und ihm fiel ein Geldstück hinein, welches sich der Fisch schnappen wollte. Petrus jedoch griff sofort zu und holte es sich zurück. Dabei hinterließ er seinen Fingerabdruck auf der Haut des Fisches.

Tipp

Beachten Sie, dass nur maximal 40 Prozent des Fisches als Filet verwertbar sind. Aus den Karkassen können Sie jedoch einen hervorragenden Fischfond kochen. Die Haut dabei nicht mit verwenden!

Übersetzung

Zeus faber
Sankt Petersfisch, Petersfisch, Heringskönig
Dory, John Dory, St. Peter's fish
saint-pierre
pez de San Pedro
pesce S. Pietro

Nährwerte

100 g St. Petersfisch (verzehrbarer Anteil)

Energie

360 Kilojoule
85 Kilokalorien

Grundzusammensetzung

Wasser: 78,1 %
Eiweiß: 18,2 %
Fett: 1,4 %

Fettsäuren

EPA: k. A.
DHA: k. A.

Mineralstoffe

Natrium: k. A.
Kalium: 151 mg
Calcium: k. A.
Magnesium: k. A.

Spurenelemente

Jod: k. A.
Selen: k. A.
Zink: k. A.

Vitamine

Vitamin B12: k. A.
Vitamin D: k. A.

Quelle: Souci-Fachmann-Kraut, Nährwert-Tabellen 7. Edition (2008)