Illustration eines Hechts
Hecht
Der Hecht ist ein erbarmungsloser Räuber, der neben anderen Fischen, Fröschen und Wasservögeln auch den eigenen Artgenossen nachstellt.

Beschreibung

Der Hecht ist einer der bekanntesten heimischen Süßwasserfische. Zur Hauptnahrung des gefräßigen Raubfisches zählt Fisch, wobei sogar Artgenossen nicht verschont werden. Daneben stehen Frösche und Wasservögel auf seinem Speiseplan. Die lateinische Bezeichnung des Hechtes, „Esox lucius“, bedeutet „schillernder Wolf“. Er hat einen lang gestreckten, muskulösen Körper mit einem stark bezahnten Maul. Seine Färbung ist abhängig vom Alter und vom Aufenthaltsort. In Ufernähe lebende Hechte sind weniger farbenprächtig als solche, die in tiefen Wasserregionen unterwegs sind. Ausgewachsene Hechte haben oft einen dunkelgrünen Rücken, einen weißen Bauch und gelblich gefleckte Flanken.
Der männliche Hecht kann je nach Art eine Länge von 40 bis 130 Zentimetern erreichen, wobei die Weibchen generell länger sind und bis zu 150 Zentimeter messen können. Ein ausgewachsener Hecht wiegt bis zu 28 Kilogramm.

Vorkommen

Hechte sind Süßwasserfische, die in Nordamerika, Europa und Asien, aber auch in Australien und Neuseeland vorkommen. Ihr Lebensraum sind klare und stille Gewässer mit kiesigem Grund sowie langsam strömende Flüsse und Seen mit Unterwasserpflanzen und Schilf. Es wurden allerdings auch schon Exemplare in Brackwassergebieten und in der Ostsee gefangen. Hechte, besonders die Jungfische, sind sehr standorttreu.

Fangmethoden

Der Hecht ist ein äußerst beliebtes Jagdobjekt von Sportfischern. In der Berufsfischerei wird er mit Stak- und Zugnetzen, Reusen und Angelgeräten gefangen.

Saison

Die „offizielle“ Laichzeit des Hechts ist von Februar bis zum 1. Mai, während dieser Zeit darf er nicht gefangen werden. Die Hauptsaison für den Hechtfang ist im Herbst.

Geschmack

Der Hecht zählt seit Jahrhunderten mit zu den wertvollsten Speisefischen. Um die 70er-Jahre war er vor allem in der gehobenen Gastronomie sehr populär, heute ist er hingegen meist nur regional von Bedeutung. Er hat sehr fettarmes, festes und helles Fleisch mit aromatischem Geschmack. Leider hat der Hecht besonders stark im Fleisch verankerte und sehr zahlreiche Gräten.

Zubereitung

Das Fleisch des Hechts wird vorzugsweise in Form von Fischfarce und Produkten daraus (z. B. Hechtklößchen) serviert. Dafür püriert man sein Fleisch und streicht es durch ein feines Sieb. So entledigt man sich der lästigen Gräten. Das Fleisch schmeckt aber auch sehr gut gebraten, pochiert oder gegrillt.

Schon gewusst ...

... dass Hechte früher gezielt von Mönchen gezüchtet und als typischer Karfreitagsfisch serviert wurden?
... dass die Redewendung „toller Hecht“ bis zum 18. Jahrhundert überhaupt nicht schmeichelhaft gemeint war? Sie bezeichnete einen räuberischen, plündernden Gesellen. Diese ursprüngliche Bedeutung wurde in „Draufgänger“ abgemildert - mit durchaus anerkennender Nuance.

Tipp

Das Schwanzstück des Hechts (in etwa das letzte Drittel des Fisches) enthält weniger Gräten als alle anderen Teile und eignet sich daher am ehesten, um als Filetstück serviert zu werden.

Übersetzung

Esox lucius
Hecht
Northern Pike, Pike
grand brochet, brochet du Nord, brochet commun, becquet, buché
lucio
luccio

Nährwerte

100 g Hecht (verzehrbarer Anteil)

Energie

344 Kilojoule
81 Kilokalorien

Grundzusammensetzung

Wasser: 79,6 %
Eiweiß: 18,4 %
Fett: 0,85 %

Fettsäuren

EPA: 11 mg
DHA: 191 mg

Mineralstoffe

Natrium: 75 mg
Kalium: 318 mg
Calcium: k. A.
Magnesium: 29 mg

Spurenelemente

Jod: k. A.
Selen: 21 µg
Zink: 785 µg

Vitamine

Vitamin B12: k. A.
Vitamin D: k. A.

Quelle: Souci-Fachmann-Kraut, Nährwert-Tabellen 7. Auflage (2008)