Victoriasee-Barsch
Lat: | Lates niloticus |
D: | Victoriasee-Barsch |
GB: | Nile perch |
F: | Perche du Nil |
E: | Perca del Nilo |
I: | Persico del Nilo |
Nährwerte
100g Victoriasee-Barsch (verzehrbarer Anteil) |
Energie:
400 Kilojoule |
96 Kilokalorien |
Grundzusammensetzung:
Wasser | 78,08 g |
Eiweiß | 20,08 g |
Fett | 1,7 g |
Fettsäuren:
Mehrfach ungesättigt | 476 mg |
Mineralstoffe:
Natrium | 52 mg |
Kalium | 302 mg |
Calcium | 10 mg |
Magnesium | 27 mg |
Phosphor | 170 mg |
Spurenelemente:
Jod | 26 µg |
Eisen | 560 µg |
Selen | 41,8 µg |
Vitamine:
Vitamin B1 | 41 µg |
Vitamin B2 | 63 µg |
Vitamin B3 | 3903 µg |
Zubereitung:
- kochen |
- dünsten |
- grillen |
Beschreibung
Als Victoriasee-Barsch wird der im afrikanischen Victoriasee lebende Nilbarsch bezeichnet. Der Nilbarsch ist ein Süßwasser-Raubfisch aus der Familie der Riesenbarsche und aus der Ordnung der Barschartigen. Er kann bis zu 2 Meter groß und 200 Kilogramm schwer werden, wobei die Weibchen größer als die Männchen werden. Für gewöhnlich bleibt er aber bei einer Länge von 85 Zentimetern bis einem Meter. Die Geschlechtsreife erreicht er im Alter von drei Jahren. Der Nilbarsch weist eine dunkelblaue bis dunkelgraue, ins grünlich-bräunlich gehende Rückenfärbung auf. Seine Flanke und der Bauch sind weiß bis silbergrau. Er verfügt über einen robusten, massigen Körper mit einem relativ kleinen, spitzen Kopf und deutlich vorstehendem Unterkiefer. Seinen natürlichen Lebensraum bilden Flüsse, Seen und Bewässerungskanäle. Erwachsene Tiere leben in tieferem Gewässer, während die Jungtiere sich bevorzugt in flachem Wasser aufhalten. Dieser sich im Freiwasser bewegende Raubfisch ernährt sich insbesondere von kleineren Fischarten. Jungtiere leben von größeren Krustentieren und Insekten, aber auch von Plankton.
Vorkommen
Der Nilbarsch ist in afrikanischen Süßwasserseen und Flüssen weit verbreitet. In Äthiopien beginnend erstreckt sich das Vorkommen des Nilbarschs über alle großen Flussgebiete Afrikas: Die Heimat des Nilbarschs stellen der Nil, die Flüsse von Tschad und Senegal sowie der Volta und der Congo dar. Er wurde zudem im Marioutsee in der Nähe von Alexandria sowie im Albert-, Rudolph- and Tanasee angesiedelt und hält sich dort im Brackwasser auf.
Der Nilbarsch hält sich im Süßwasser bevorzugt dicht über dem Grund in einer Tiefe von 10 bis 60 Meter auf.
Seit 1962 ist der Nilbarsch auch im Victoriasee beheimatet, der in Ostafrika liegt und an die Staaten Tansania, Uganda und Kenia grenzt. Aufgrund seines enormen Reproduktionspotentials konnte sich der Victoriasee-Barsch rasant vermehren. Durch die künstliche Ansiedlung wurde jedoch das natürliche Gleichgewicht des Victoriasees gestört. Der Nilbarsch wird deshalb verstärkt in Aquakulturfarmen gezüchtet, um die natürliche Artenvielfalt des Victoriasees zu schützen.
Fangmethoden
Bis vor einigen Jahren wurden alle gängigen Fangmethoden angewendet (Zug-, Schlepp- und Stellnetze, Reusen, Speere, Handangeln und Langleinen). Heute werden zum größten Teil Kiemennetze eingesetzt und Angelfischerei betrieben. Dadurch lässt sich die Größe der gefangenen Fische steuern und die Reproduktion der Bestände sichern.
Wirtschaft
Der Nilbarsch wurde 1962 von einem britischen Kolonialbeamten in den Victoriasee ausgesetzt, um die einheimische Fischwirtschaft anzukurbeln. Seitdem hat sich der Süßwasserfisch im Victoriasee stark vermehrt.
Der Fisch hat insbesondere für seine Produktionsländer eine große wirtschaftliche Bedeutung. Auf den europäischen Fischmärkten ist der Victoriasee-Barsch wegen seines günstigen Preises ähnlich gefragt wie der Zuchtlachs. Vor allem in die Beneluxländer, nach Deutschland, Frankreich sowie den USA wird er verarbeitet bzw. filetiert oder schockgefrostet exportiert. Neu hinzugekommene Absatzmärkte sind Japan und Australien.
Geschmack
Das Fleisch ist fest, saftig und kräftig im Geschmack. Es ist weiß bis leicht rötlich getönt und erinnert geschmacklich an Hühnchenfleisch.
Tipps
Nilbarsch ist ein äußerst schmackhafter Speisefisch und sein Rückenfilet ist praktisch grätenfrei.
Saison
Victoriasee-Barsch wird ganzjährig mit saisonalen Schwankungen gefangen. Zwischen Januar und März sinken die Fangmengen, so dass in diesem Zeitraum die Preise ansteigen. Von April bis August nehmen die gefangenen Mengen wieder zu und erreichen von September bis Dezember ihren Höhepunkt.

FACEBOOK

