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Scholle

Lat:

Pleuronectes platessa

D:

Scholle

GB:

plaice

F:

Plie

E:

Solla

I:

Passera

 

 


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Nährwerte

100g Scholle
(verzehrbarer Anteil)


Energie:

361 Kilojoule


Grundzusammensetzung:

Wasser

79,9 %

Eiweiß

17,1 %

Fett

1,9 %


Fettsäuren:

Mehrfach ungesättigt

554 mg


Cholesterol:

63 mg


Mineralstoffe:

Natrium

104 mg

Kalium

311 mg

Calcium

61 mg

Magnesium

22 mg


Spurenelemente:

Jod

53 µg

Phosphor

198 mg

Eisen

900 µg

Selen

33 µg


Vitamine:

Vitamin B1

210 µg

Vitamin B2

220 µg

Vitamin C

1,5 mg


Zubereitung:

- kochen

- dünsten

- braten

- backen

- grillen

Beschreibung
Schollen gehören zu den Plattfischen und gelten gemeinhin als populärster Vertreter dieser Fisch-Familie. Sie bevorzugen als Lebensraum den Meeresboden. Weil sie salzreiches und kühles Wasser lieben, sind Sie fast nie in der Nähe von Flussmündungen finden. Meist leben sie in einer Tiefe von 10 bis 200 Metern, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer auch bis 400 Meter.
Schollen sind wahre Meister im Tarnen. Sie nehmen die Farbe des Untergrundes an und graben sich bei Gefahr im Sand ein. Besonders faszinierend sind ihre Augen, von denen eins nach vorne und das andere gleichzeitig nach hinten sehen kann.
Schollen werden durchschnittlich etwa 25 bis 40 Zentimeter lang und bis zu sieben Kilogramm schwer. Die älteste je gefangene Scholle war rund 50 Jahre alt.
Weibliche Schollen können bis zu einer halben Million Eier legen. Wenn die Jungtiere eine gewisse Größe erreicht haben, wandert das linke Auge über die obere Körperhälfte nach rechts und die Fische beginnen, mit der linken Körperseite Richtung Boden, flach über dem Meeresgrund zu schwimmen. Die obere Augenseite des platten Fischkörpers variiert je nach dem Untergrund, auf dem die Scholle sich befindet, zwischen verschiedenen Brauntönen mit hell- bis dunkelroten Flecken. Die Unterseite, oder auch Blindseite genannt, ist weiß. Rein optisch ähnelt die Scholle der Flunder, fühlt sich jedoch im Gegensatz zu dieser aufgrund ihrer sehr kleinen Schuppen ganz glatt an.
Ausgewachsene Schollen ernähren sich von Garnelen, Krabben oder kleinen Muscheln. Von ihren ursprünglichen Laichzonen aus wandern Schollen täglich beeindruckende 30 Kilometer in Richtung der Gezeitenzonen am Strand.

Vorkommen
Schollen leben im Nordostatlantik, vom Weißmeer bis Gibraltar, sowie im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Am häufigsten sind sie jedoch in der Nordsee, der Skagerrak, Kattegat, der Beltsee und der westlichen Ostsee bis etwa zur Linie Gotland-Danzig zu finden.

Fangmethoden   
Die Scholle gilt für die europäische küstennahe Fischerei als meistgefangener Plattfisch. In den Monaten Mai, Juni und Juli erreicht der Schollenfang aufgrund der Frühjahrswanderung seinen Höhepunkt. Besonders die sogenannten Maischollen sind bei Fischliebhabern besonders begehrt. Später im Jahr müssen sich Fischer, die Schollen fangen wollen, weiter auf das Meer hinaus begeben. Der Begriff "Maischolle" wurde einst erfunden, um den Handel mit Schollen im Frühjahr anzukurbeln. Zu dieser Zeit haben sich die Schollen jedoch noch nicht vollständig vom Laichen erholt. Fettgehalt und Muskelstruktur sind nicht am Optimum. Die mit Abstand besten Schollen gibt es ab Juli, dann sind die Tiere wieder zu Kräften gekommen.
Gefangen werden diese Fische mit dem Schleppnetz. Früher benutzten die Fischer Grundschleppnetze mit Kettengeschirr. Diese wühlten jedoch den Meeresboden zu sehr auf und beschädigten dadurch Flora, Bodentiere und den Boden selbst. Deshalb werden heutzutage Rollengeschirre (so genannte Baumkurren) benutzt, die den Untergrund schonen und durch den Abstand des Netzbalkens zum Untergrund den Jungtieren eine Fluchtmöglichkeit ermöglichen.
Schollenfischer dürfen nur Tiere fangen, die eine Länge von mindestens 25 Zentimetern erreicht haben. Deshalb beträgt die vorgeschriebene Mindestmaschenweite der Netze auch 10 Zentimeter. Mit der Handangel eignen sich zum Fang als Köder am besten Watt- oder Seeringelwürmer, aber auch Hering oder Sandaal.
Übrigens: Ab sofort führt "Deutsche See" frische Schollen und Schollenfilets im Sortiment, welche aus umweltschonenden, Baumkurren-freien Fängen dänischer und niederländischer Fischer stammen. Im Gegensatz zum normalen Verfahren ist die Baumkurren-freie Fischerei erheblich umweltschonender, weil dabei das Netz auf Gummischläuchen oder Gummirädern läuft. Damit unterstützt das Unternehmen bewusst Fischer, die sich ihrer Verantwortung für die Umwelt stellen.

Wirtschaft   
Schollen gehören zu den bekanntesten Speisefischen und sind beim Verbraucher vor allem wegen ihres weißen, sehr schmackhaften Fleisches begehrt. Auf diese große Beliebtheit ist auch die immense wirtschaftliche Bedeutung der Scholle für die Küstenfischerei zurückzuführen.

Geschmack   
Das feste und weiße Fleisch der Scholle verfügt über einen kräftigen Geschmack.

Tipps   
Als Ersatz für Scholle eignen sich andere Plattfische wie Flunder, Steinbutt oder Rotzunge.

Saison    
Hauptsaison für Scholle ist im Frühsommer.