Miesmuschel

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Miesmuschel

 

 

Lat:

Mytilus spp. (Mytilus edulis)

D:

Miesmuschel

GB:

sea mussel

F:

moule

E:

mejillone

I:

cozza



 

 

Nährwerte

100g frische Miesmuscheln
(Mytilis edulis; verzehrbarer Anteil)


Energie:

179 kJ

42 kcal


Grundzusammensetzung:

Wasser

83,2 g

Eiweiß

10,5 g

Fett

2,0 g


Omega-3-Fettsäuren:

382 mg



Mineralstoffe:

Natrium

296 mg

Kalium

286 mg

Calcium

24 mg

Magnesium

30 mg


Spurenelemente:

Jod

150 µg

Zink

1,8 mg

Selen

56 µg

Eisen

4,2 mg


Vitamine:

Vitamin B6

76 µg

Vitamin B12

8 µg

Folsäure

33 µg


Zubereitung:

- kochen

- dünsten

- gratinieren

- grillen

Beschreibung

Die Miesmuschel (Mytilus spp.), auch unter den Namen  Pfahlmuschel/Bouchotmuschel oder Blaumuschel bekannt, hat ihren Namen vom mittelhochdeutschen Wort für Moos. Denn diese Muschelart überzieht den Meeresgrund teppichartig, ähnlich wie Moos. Miesmuschelbänke können eine Größe von einigen Kilometern erreichen und aus mehreren Millionen Tieren bestehen. Dabei heften die Tiere  sich mit Hilfe von sogenannten Byssusfäden an Gegenständen wie Holz oder Hartböden und auch aneinander fest. Diese Muschelart vergräbt sich nicht im Sand, kann sich aber in geringem Umfang bewegen. Hierzu sondern die Tiere aus ihrer Byssusdrüse Fäden ab und ziehen ihren Körper beim Einziehen des Fadens mit.   Miesmuscheln vermehren sich zwischen April und Juni und geben  Eier und Samen ins freie Wasser ab. Angesichts der großen Muschelbänke kommt es zu einer optimalen Befruchtung der 5-12 Millionen Eier, die ein einzelnes Tier ausschüttet. Jedoch werden 99% der sich im Plankton aufhaltenden Saat von Planktonfressern wie Hering, Finnwal, Blauwal und Delfin vernichtet. Erwachsene Miesmuscheln ernähren sich von Mineralstoffen und Algen, die sie aus dem Wasser herausfiltern.

 

Vorkommen

Der Lebensraum der Miesmuschel erstreckt sich vom Pazifik über den nördlichen Atlantik  bis nach Portugal und Carolina. Auch im Mittelmeer ist die Miesmuschel zu finden. Die in Deutschland angebotenen Miesmuscheln stammen zum großen Teil von Muschelbänken an der deutschen Nordseeküste, werden aber auch aus den Niederlanden, Dänemark und Frankreich importiert. In Frankreich werden Miesmuscheln auch an Seilen/Pfählen gefarmt. Diese Pfahlmuscheln nennen die Franzosen Bouchotmuscheln. Sie sind meist kleiner im Vergleich zu den Miesmuscheln aus den Niederlanden und Dänemark.

 

Wirtschaft

Miesmuscheln haben eine große wirtschaftliche Bedeutung. Der Fang wilder Miesmuscheln ist jedoch zugunsten der Aquakultur stark zurückgegangen. Rund 90% der pro Jahr weltweit geernteten 1,8 Tonnen Mies- und Bouchotmuscheln stammen aus Aquakulturen.

 

Geschmack

Miesmuscheln schmecken cremig-salzig, leicht mineralisch und erinnern geschmacklich an das Meer. Lecker sind sie mit einem Stück frischen Brot oder „klassisch-französisch“ als „Moules frites“ – Miesmuscheln mit Pommes frites. Der Vorteil von BIO-Miesmuscheln ist, dass sie praktisch sandfrei sind und nicht erst aufwendig durchgespült werden müssen, was die Zubereitung vereinfacht. Die Bouchotmuscheln sind kleiner als die am Meeresboden oder an Langleinen lebenden Miesmuscheln. Jedoch sind sie dafür besonders fleischig und haben einen sehr feinen Geschmack.

 

Tipps

Bei geöffneten Muscheln sollte vor dem Kochen ein Frischetest - der sogenannte Klopftest - durchgeführt werden. Dabei klopft man gegen die Schalen der Muscheln. Schließen die Muscheln daraufhin ihre Schalen nicht, sollten sie vorsichtshalber weggeworfen werden.

 

Saison

Traditionell werden Miesmuscheln in  den kühleren Monaten (September bis Februar) angeboten. Frische Miesmuscheln aus BIO-Aquakultur können jedoch ganzjährig gegessen werden.

 

Mehr zur Miesmuschel erfahren Sie in unserem Special