Kaisergranat

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Kaisergranat

 

 

 

 

 

Lat:

nephrops norvegicus

D:

Tiefseekrebs, Kaisergranat,
Scampi, Norwegischer       Tiefseehummer

GB:

Norway lobster

F:

Langoustine

E:

Cigala

I:

Scampo

 

 

 

 

 

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Nährwerte

100g frischer Kaisergranat
(verzehrbarer Anteil)


Energie:

369 Kilojoule
87   Kilokalorien


Grundzusammensetzung:

Wasser

78,4g

Eiweiß

18,6g

Fett

1,4g


Fettsäuren:

Omega-3

300 mg


Mineralstoffe:

Natrium

146 mg

Kalium

230 mg

Calcium

92 mg

Magnesium

67 mg


Spurenelemente:

Jod

91 µg

Phosphor

224 mg

Eisen

605 µg

Selen

50 µg

 

Vitamine:

Vitamin A

2,3 µg

Vitamin B1

51 µg

Vitamin B2

34 µg

Vitamin C

1,9mg


Zubereitung:

- braten
- dünsten
- grillen

Beschreibung
Der Kaisergranat (Nephrops norvegicus), auch Tiefseekrebs, Kaisergranat, Scampi oder Norwegischer Tiefseehummer genannt, gehört zur Familie der Hummerartigen und ist ein Zehnfusskrebs. Sein Aussehen ähnelt dem des Hummers, jedoch ist der Kaisergranat kleiner und schlanker als dieser. Seine Scheren sind im Verhältnis zum Körper auch deutlich länger als beim Hummer. Die schmalen, schlanken Scherenglieder sind beim Kaisergranat an den Innenseiten mit hellen Stacheln besetzt. Deutlich länger als die Scheren sind die sehr dünnen Antennen.
Die Panzerglieder sind sehr stabil und laufen an den Seiten nach unten in Spitzen aus.
Die Weibchen erreichen eine maximale Körpergröße von 20 Zentimetern, die Männchen werden 4 Zentimeter größer. Der Panzer ist lachsrosa gefärbt, diese Farbgebung verändert sich auch während des Kochens kaum.
Die Tiere erreichen nach 3 bis 5 Jahren die Geschlechtsreife. Nur jedes zweite Jahr vermehrt sich diese Krebsart, wobei die Weibchen bis zu 4000 Eier unter dem Schwanz tragen. Diese werden erst nach dem Anheften unter dem Schwanz befruchtet. Acht bis neun Monate tragen die Weibchen die Eier unter Ihrem Schwanz – erst dann schlüpfen die 7 Millimeter großen Larven und leben als Plankton im Freiwasser.

Vorkommen
Kühle und küstennahe Gewässer stellen bei diesem Krustentier den bevorzugten Aufenthaltsort dar.
Den Lebensraum des Kaisergranats bilden die Regionen um den Ostatlantik. Hierzu zählen Island, die Färöer-Inseln und die Lofoten nordwestlich von Norwegen.
Des Weiteren kommt der Kaisergranat in der Meeresregion vom Nordkap bis Marokko, dem westlichen Mittelmeer und dem adriatischen Meer vor.
Er hält sich tagsüber in weichen, schlammigen Böden in einer Tiefe von 50-800 Metern in seinen selbstgegrabenen Löchern auf. Nachts verlässt er sein schützendes Zuhause und geht auf Nahrungssuche.


Fangmethoden                                                                                  
Kaisergranat wird vor allem mit Hilfe von Schleppnetzen direkt über dem Boden gefangen. Aber auch Reusen und kleine Stellnetze werden eingesetzt. Hauptfanggebiet ist der Nordostatlantik.
Im skandinavischen Raum werden die Tiere häufig direkt an Bord gekocht und die wertvollen Schwänze ausgelöst.
Die wichtigsten Fanggebiete stellen das dänische Skagerrak, die Küstengebiete  Schwedens, Norwegens, Islands, Schottlands, Irlands, Frankreichs (Atlantik) und das Mittelmeer dar.


Wirtschaft
Der Kaisergranat hat einen sehr hohen Marktwert und im kulinarischen Bereich gilt sein Hinterkörper als Delikatesse.

 

Geschmack
Das Fleisch des Kaisergranats hat eine feine, leicht süßliche Note, ist hell und zart. Besonders wertvoll ist das Schwanzfleisch, die Scheren werden hingegen vernachlässigt. Die Farbe des Tieres verändert sich beim Kochen nur geringfügig.

Saison
Die Fangsaison des Kaisergranats läuft von März bis September auf Hochtouren.


Tipps
Beste Qualität weisen Tiere aus kühlen Gewässern vor Island, Schottland und Irland auf.
Die ausgebrochenen Panzerstücke, die Karkassen, werden für die Zubereitung einer Sauce, Suppe oder einer Buttermischung verwendet.