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Hering

Lat:

Clupea harengus

D:

Hering

GB:

Herring

F:

Hareng

E:

Arenque

I:

Aringa



 

 

 

Nährwerte

100g Hering
(verzehrbarer Anteil "Atlantischer Hering")


Energie:

968 Kilojoule


Grundzusammensetzung:

Wasser

62,4 %

Eiweiß

18,2 %

Fett

17,8 %


Fettsäuren:

Mehrfach ungesättigt

3973 mg


Mineralstoffe:

Natrium

117 mg

Kalium

360 mg

Calcium

34 mg

Magnesium

31 mg


Spurenelemente:

Jod

40 mg

Phospor

250 mg

Eisen

1,1 mg

Selen

43  µg


Vitamine:

Vitamin A

38 µg

Vitamin B1

40 µg

Vitamin B2

220 µg

Vitamin D

27 µg

Niacin

3,8 mg


Zubereitung:

- braten
- dünsten
- grillen
- frittieren
- einlegen

Beschreibung
Heringe gehören genau wie Sardinen, Sprotten und Sardellen zur Familie der Heringsfische. Der Hering ist ein Schwarmfisch, der nicht nur in der Ost- und Nordsee zu finden ist, sondern im gesamten Nordatlantik von Norwegen über Grönland bis North Carolina. Er wird bis zu 40 Zentimeter lang und sie erreichen ein Alter von rund 20 Jahren. Durch das typische glänzende Aussehen kann man Heringsschwärme oft mit bloßem Auge auf offener See erkennen. Der Rücken des Herings leuchtet unter Wasser in Farben von gelbgrün über blauschwarz bis blaugrün. Der Bauch ist weiß, die Flanken glänzen silbrig. Die Heringe leben von tierischem Plankton und sind oft selbst Beute anderer Meeresbewohner. Als gefangener Fisch ist der Hering mit einer grünblauen Färbung jedoch eher unscheinbar. Er hat Schuppen ohne Dornen, glatte Kiemendeckel und der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer. Die Bauchflosse des Herings sitzt hinter dem vorderen Ende der Rückenflosse. Die Laichzeiten der verschiedenen Heringsbestände verteilen sich über das ganze Jahr. Der sogenannte Herbstlaicher zum Beispiel ist zu Beginn des Jahres noch sehr mager. Wenn das Meer wärmer wird, vermehrt sich auch das Nahrungsangebot des Herings und sein Fettgehalt steigt an. Im August hat er den höchsten Fettgehalt und beginnt nun Milch (Samen) und Rogen (Eier) auszubilden. Nach dem Ablaichen im Herbst beginnt der Wachstumszyklus von Neuem.

 

Vorkommen
Heringe sind in der Ost- und Nordsee sowie im gesamten Nordatlantik zu finden, von Norwegen bis nach Grönland und der amerikanischen Ostküste.

Fangmethoden
Im gewerblichen Fischfang werden Heringe auf hoher See mit Schleppnetzen und der Ringwade gefangen. Mithilfe von Echolot werden Fischschwärme aufgespürt und die Fangrichtung exakt berechnet. In Küstennähe fängt man Heringe mit Stellnetzen, direkt an der Küste mit Uferwaden und Bundgarn.

Wirtschaft
Bereits in der Geschichte hatte kein anderer Fisch so große wirtschaftliche Bedeutung wie der Hering. Im Mittelalter bewahrte er die Menschen oft vor Hungersnöten. Seinetwegen wurden sogar Kriege ausgefochten und der Aufstieg der Hanse war eng mit diesem Fisch verbunden. Heringe und Heringsprodukte machen heute rund ein Fünftel des Fischangebotes in Deutschland aus.

Geschmack
Das sehr zarte Fleisch des Herings hat einen kräftigen, charakteristischen Geschmack. Ein interessanter gesundheitlicher Aspekt ist, dass es sich bei dem im Hering enthaltenen Fett um die bekömmlichen Omega-3-Fettsäuren sowie um einfach ungesättigte Fettsäuren handelt, die den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen und sich positiv auf den Blutdruck auswirken können.

Tipps
Als Ersatzfisch eignen sich Sardinen oder Makrelen. Beim Kauf frischer Heringe gilt die Regel: Die kleinsten sind die feinsten.

Saison
Von Juni bis August ist die Hauptfangzeit des Nordseeherings. Die in dieser Zeit gefangenen Heringe sind besonders zart und schmackhaft und werden daher häufig zur Herstellung von Matjesspezialitäten verwendet.