Aal

Lat: | Anguilla anguilla |
D: | Aal |
GB: | Eel |
F: | Anguille |
E: | Anguila |
I: | Anguilla |
Nährwerte
100g frischem Aal |
Energie:
1162 Kilojoule |
Grundzusammensetzung:
Wasser | 59,3 g |
Eiweiß | 15 g |
Fett | 24,5 g |
Fettsäuren:
Mehrfach ungesättigt | 1197 mg |
Mineralstoffe:
Natrium | 65 mg |
Kalium | 259 mg |
Calcium | 17 mg |
Magnesium | 24 mg |
Phosphor | 223 mg |
Spurenelemente:
Jod | 4,0 µg |
Eisen | 600 µg |
Selen | 31 µg |
Vitamine:
Vitamin A | 843,74 µg |
Vitamin B1 | 155 µg |
Vitamin B2 | 276 µg |
Vitamin C | 1,6 µg |
Vitamin B6 | 241 µg |
Vitamin D | 17,2 µg |
Zubereitung:
- frisch |
- mariniert in Aspik als Präserve |
- braten |
- als Konserve |
Beschreibung
Aale gehören zu den so genannten Knochenfischen und besitzen einen schlangenähnlichen Körper, dessen Rücken-, Schwanz- und Afterflosse zusammengewachsen sind. Die Haut ist sehr dick und fühlt sich wie Leder an. Weibchen werden entschieden größer als Männchen und können bis zu sechs Kilogramm schwer und einem Meter lang werden. Männchen dagegen sind durchschnittlich nur 40 bis 50 Zentimeter lang.
Aale sind zudem Wanderfische, die den größten Teil ihres Lebens im Nordatlantik und in europäischen Seen und Flüssen verbringen. Nur zum Laichen kehren sie in die Sargasso-See - ihrem Geburtsort - zurück und schwimmen dabei bis zu 30 Kilometer pro Tag. Die Sargasso-See befindet sich zwischen den Bermudas und den westindischen Inseln. Die Larven bleiben zunächst am Ort ihrer Geburt und ernähren sich dort von Plankton. Vom Golfstrom lassen sie sich schließlich wieder an die Küsten treiben. Wenn sie die Küsten erreicht haben, beginnen die meisten von ihnen damit die Flüsse hinaufzuschwimmen. In vielen Flüssen hat man Aalpässe oder "Fischtreppen" angelegt, um den Aalen das Schwimmen flussaufwärts zu erleichtern. Nach drei bis vier Jahren im Süßwasser bilden die Aale eine schuppige Haut, die eine charakteristische gelbliche Färbung aufweist. Später verdunkelt sich ihre Haut und der Bauch nimmt eine silberglänzende Färbung an - in diesem Stadium nennt man sie auch Silberaale.
Nun bereiten sie sich langsam auf die Wanderung zurück ins Meer vor, indem sie sich einen großen Fettvorrat anfuttern. In der Zeit von August bis Oktober sind sie dann vornehmlich nachts unterwegs, wobei bis heute nicht endgültig geklärt ist, welchen genauen Weg die Aale zu ihrem Laichplatz in der Sargasso-See zurücklegen. Dort angelangt, laichen sie und sterben anschließend. Werden Aale aus irgendeinem Grund an der Laichwanderung gehindert, können sie dagegen bis zu 30 Jahre alt werden.
Vorkommen
Aale sind vor allem im nördlichen Atlantik, von Island bis hinunter nach Nordafrika, anzutreffen. Einen weiteren Lebensraum bilden die europäischen Flüsse und Seen. Inzwischen wurden Aale in vielen Gegenden sehr erfolgreich künstlich angesiedelt.
Fangmethoden
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um Aale zu fangen. Unter anderem nutzen die Berufsfischer dafür Reusen, elektrische Fanggeräte, sogenannte Aalsäcke, Humen, Buntgarn oder Kastenreusen. Auch bei den Sport- und Freizeitanglern sind Aale ein beliebter Fang.
Wirtschaft
Auf dem Fischmarkt spielt der Aal eine wichtige Rolle. Der große Bedarf auf dem deutschen Markt lässt sich jedoch bei weitem nicht von der heimischen Berufsfischerei decken. Rund 95 Prozent des hier verkauften Aales kommt deshalb aus Aquakulturen aus dem Ausland, vor allem aus Italien.
Geschmack
Der Aal hat sehr fettes, trotzdem aber feines und zartes Fleisch. Er ist besonders in geräucherter Form eine beliebte Speise.
Tipps
Aal lässt sich zwar räuchern und im Sud garen, schmeckt aber auch sehr gut deftig geschmort mit Wein und kräftigen Gewürzen. Da sein Fleisch fett ist, lässt er sich auch hervorragend grillen.
Saison
Die Fangsaison bei Aalen ist von Art zu Art unterschiedlich. Beispielsweise beginnt für Gelbaale (heranwachsende Tiere bis zu 600 Gramm) die Saison im Mai und dauert bis Ende August/Anfang September. Blank oder Silberaale (zwischen 700 und 2000 Gramm) können bis Ende Oktober gefangen werden.
Aale aus Aquakulturen stehen ganzjährig zur Verfügung.

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