Wie lassen sich Fische voneinander unterscheiden?

Wie lassen sich Fische voneinander unterscheiden?

Je nach dem, welches Detail man beleuchtet, kann man Fische auf verschiedene Weise unterscheiden; beispielsweise anhand ihrer Herkunft, ihrer Form, ihres Fettgehalts oder Ihrer sonstigen biologischen Merkmale.

Herkunft
Die Unterscheidung von Fischen nach ihrer Herkunft erfolgt zum Beispiel in Süß- und Salzwasserfische, bzw. Meeresfische. Klassische Süßwasserfische sind zum Beispiel Barsch, Forelle, Hecht und Karpfen. Beliebte Salzwasserfische sind u. a. Alaska-Seelachs, Heilbutt, Thunfisch und Scholle.
Es gibt aber auch Fische, die sich nicht so leicht einordnen lassen, weil sie sowohl im Süß- als auch im Salzwasser leben können: Diese werden als diadrome Fische oder gemeinhin auch als „Wanderfische“ bezeichnet. Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise der Lachs. Er laicht im Süßwasser, verbringt dort die erste Zeit seines Lebens und wandert dann ins Meer. Zum Laichen kehrt er in die Flüsse und Seen zurück. Auch der Aal ist ein diadromer Fisch - allerdings andersherum. Er schlüpft im Meerwasser, lebt dann im Süßwasser und kommt zum Laichen ins Meer zurück. Diadrome Fische können prinzipiell in beiden Wasserarten leben - eine uralte  Überlebensstrategie, die ein Aussterben der Art bei eventuellen Katastrophen in der einen oder anderen Wasserart verhindern soll.


Form
Die Unterscheidung der Fische nach ihrer Form im Querschnitt ist relativ einfach: Hier gibt es runde-, seitlich abgeplattete - (oder hochrückige) und platte Fische. Körperform und -aufbau der Fische sind ideal an den Lebensraum Wasser angepasst. Die „Schwimmer“ haben einen eher stromlinienförmigen Körper. Diese spindelähnliche Form verringert den Widerstand beim Schwimmen im Wasser. Zusätzliche Drüsen sondern ein schleimiges Sekret ab, wodurch der Fischkörper noch besser durchs Wasser gleiten kann. Abgeplattete Fische sind meist ebenfalls „Schwimmer“, können aber auch am Boden leben. Platte Fische leben meist am Boden.


Fettgehalt
Beim Fettgehalt der Fische kann zwischen Fett- und Magerfischen unterschieden werden. Sobald ein Fisch einen Fettgehalt von zehn Prozent hat, wird er als Fettfisch bezeichnet. Als klassische Vertreter gelten Aal und Lachs, aber auch Heilbutt, Hering und Makrele. Sie haben fast doppelt so viele Kalorien wie Magerfische. Aber es kann aufgeatmet werden: Fischfett enthält die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann – Fischfett ist also vergleichsweise gesundes Fett!
Magerfische haben weniger als zehn Prozent Fettgehalt und punkten durch weniger Kalorien. Rotbarsch, Karpfen und Thunfische gehören beispielsweise zu dieser Gruppe.

 

Biologische Merkmale
Aus biologischer Sicht kann zwischen Knochen- und Knorpelfischen unterschieden werden. Als Knochenfische gelten die Fische, deren Skelett teilweise oder ganz verknöchert ist. Die Knochen bei Fischen werden umgangssprachlich auch Gräten genannt. Die Entwicklungslinien beider Fischarten haben sich vor etwa 400 Millionen Jahren getrennt. Knochen- und Knorpelfische sind demnach auch nur relativ weit entfernt verwandt miteinander, haben aber ein ähnliches Grundaufbauschema.