Kleine Anatomie des Fisches
Haben Sie sich schon einmal gefragt welche Flosse am Fisch wie heißt, wozu Fische ein Seitenlinienorgan brauchen und wie Fische überhaupt atmen oder den Winter überleben? Wenn ja, dann werden Sie hier einige Antworten finden. Fallen Ihnen weitere Fragen ein, die wir unbedingt beantworten sollten? Dann schreiben Sie uns unter dem Stichwort "Fischanatomie" eine E-Mail an info@deutschesee.de – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.
Was ist denn eigentlich das „Seitenlinienorgan“?
Sowohl Knorpel- als auch Knochenfische verfügen über ein äußerst nützliches Sinnesorgan: Das Seitenlinienorgan. Es reicht vom Maul bis zur Schwanzflosse und wird auch Strömungssinn oder Ferntastsinn genannt. Viele kleine Sinnesknospen erspüren beispielsweise Druck oder Temperaturveränderungen, Hindernisse, Beutetiere und (glücklicherweise) auch Feinde.
Wie atmen Fische?
Fisch schwimmen die meiste Zeit mit offenem Maul – und das nicht ohne Grund. So kann Wasser einströmen, aus dem dann der Atemsauerstoff über die Kiemenblättchen aufgenommen wird. Diese sind mit vielen kleinen Blutbahnen durchzogen. Ein Druckunterschied zwischen Wasser und Blut sorgt dafür, dass der Sauerstoff in die Blutbahn gerät (diffundiert). Auf die gleiche Weise geben Fische Kohlendioxid beim Ausatmen ans Wasser ab. Fische, die in sauerstoffarmen Gewässern leben, haben noch zusätzliche Atmungsorgane.
Wie nehmen Fische Geräusche wahr, bzw. gibt es eine Verständigung unter den Fischen?
Auch wenn es zunächst etwas merkwürdig klingt: Fisch können hören und zwar sogar sehr gut! Das Gehörsystem funktioniert ähnlich wie bei Säugetieren. Unterstützend wirkt auch das Wasser: Dort werden die Schallwellen besser als über die Luft weitergeleitet. Damit wird auch eine Verständigung unter Fischen möglich. Der Knurrhahn beispielsweise hat seinen Namen erhalten, weil er knurrende Geräusche erzeugen kann. Es gibt aber auch Klick-, Grunz-, Knock-, Quick-, Trommel- oder Krötenlaute. Diese Töne werden auf unterschiedlichste Art erzeugt: Durch Aneinanderreiben der Flossen oder Zähneknirschen zum Beispiel. Bei vielen Fischen dient die Schwimmblase dabei als Resonanzraum.


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