Fisch und Eis
Wasser und Fisch, Fisch und Wasser...
... eine Verbindung, die so essenziell ist, dass sie sogar mit dem Tod eines Fischs nicht endet: Wird er aus dem Wasser gefischt, landet er in der Regel im Eis. Mehr über Fisch und Eis erfahren Sie hier.
Auch der modernste Fischfang kommt heute nicht ohne das traditionellste aller Kühlelemente aus - egal, ob auf Fangschiffen, beim Transport, bei der Lagerung, der Verarbeitung oder im Handel: Wo Fisch ist, da ist auch Eis. Durch zwei einzigartige Eigenschaften ist Eis prädestiniert zur Frischhaltung von Fisch: Zum einen kühlt es den Fisch schnell herunter und hält die Temperatur danach auf niedrigem Niveau. Zum anderen schmilzt Eis ständig: Der Fisch wird so konstant gewaschen, was ihn nicht nur sauber hält, sondern nebenbei auch einer möglichen Austrocknung vorbeugt. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn es um bestimmte Eisarten geht, deren scharfe Kanten unter Umständen die Haut und das Gewebe der Fische verletzen können. Auch gilt es, zu langen direkten Kontakt zwischen Eis und Fisch zu vermeiden, um Gefrierbrand grundsätzlich vorzubeugen.
Vier Sorten Eis
Eis ist nicht gleich Eis. Vier verschiedene Sorten und deren Variationen werden in der heutigen Fischwirtschaft am häufigsten verwendet: Slurry Ice wird in der Regel aus Salzwasser hergestellt. Es handelt sich um Eis, das von der Konsistenz her irgendwo zwischen fest und flüssig anzusiedeln und deshalb flexibel zu handhaben ist. Als Flake Ice wird Brucheis bezeichnet, das in der Regel eine Temperatur von –0,5°C aufweist. Dieses Eis wird sehr häufig eingesetzt - zum Beispiel auch in Kühltheken. Mit Temperaturen von -6°C bis -12°C sehr kalt ist das so genannte Scale Ice.
Die kleinen Eisstücke sind recht trocken und gut geeignet, um Fische und Meeresfrüchte aus tropischen Regionen schnell herunter zu kühlen. Völlig andere Eigenschaften hat das von der Fischindustrie besonders für den Transport per Flugzeug genutzte Trockeneis. Es besteht nicht aus Wasser, sondern aus gefrorenem Kohlenstoffdioxid – wenn es warm wird, verdampft es und hinterlässt somit keine Pfützen. Trockeneis ist mit –78,5°C extrem kalt und darf nicht in direkten Kontakt mit dem Fisch oder der menschlichen Haut kommen.


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