Von Fischen und Füßen

Von Fischen und Füßen

Die Rote Saugbarbe (lat. gara rufa) stammt aus der Familie der Karpfenfische (lat. cyprinidae) und wird durchschnittlich bis zu 14 Zentimeter groß. Überwiegend kommt sie in den Küstenflüssen Nordsyriens und in der Region Kangal in der Türkei vor. Dass die Fischart auch Doktor- oder Knabberfisch genannt wird, verdankt sie ihrer Vorliebe für abgestorbene Hornschüppchen.

Genau deshalb sind die Fische heutzutage nicht nur in freier Wildbahn aufzufinden: In immer mehr Pediküre-Salons übernehmen sie eine wichtige Rolle. Statt die Hornhaut an den Füßen mit harten Feilen abzuraspeln, tauchen Fans der natürlichen Pediküre die nackten Füße dort in ein Wasserbecken, in dem einige Knabberfische schwimmen. Die Fische saugen sich an den Füßen fest und knabbern überschüssige Hautpartikel ab. Schmerzhaft ist diese Art der Pediküre nicht. Es ist vielmehr eine wohltuende Massage, die gleichzeitig die Durchblutung fördert.
In Asien und der Türkei werden die Fische seit Jahren für kosmetische Zwecke eingesetzt. Hierzulande sind sie jedoch eher durch die Behandlung von Patienten mit Hautproblemen wie z.B. Akne oder Neurodermitis bekannt geworden. Aber nach und nach erreicht der Pediküre-Trend auch Deutschland.