Japan: Zucht von „risiokofreien“ Kugelfischen
In Japan gilt er als eine Spezialität und Statussymbol, denn der Fugu wird sehr teuer gehandelt. Einige seiner inneren Organe enthalten das starke Nervengift Tetrodotoxin, dessen Einnahme tödlich ist. Dies erfordert eine besonders aufwändige und gewissenhafte Zubereitung, die nur geschulte Köche mit einer speziellen Lizenz vornehmen dürfen.
Das von dem Nervengift freie schmackhafte Muskelfleisch darf beim Ausnehmen nicht mit den Innereien in Berührung kommen. Die giftigen Reste müssen gesammelt und in geschlossenen Behältern bei der Fugu-Giftzentrale in Tokio abgegeben werden, wo sie entsorgt werden. Nachdem Hunderte Obdachlose beinahe gestorben waren, weil sie die gefährlichen Speisereste eines Restaurants gegessen hatten, wurde diese Sicherheitsmaßnahme eingeführt. Der Kugelisch wird zumeist roh als Sashimi serviert, jedoch auch frittiert oder in einer Suppe zubereitet. Sein Fleisch ist zart und fest, sahnig und würzig.
In Deutschland ist der Handel mit Fugu verboten und in Japan werden mittlerweile - trotz allen Abenteuergefühls und der gewissen gefährlichen Romantik, die mit dem Kugelfisch verbunden ist - Kugelfische gezüchtet, die kein Nervengift mehr enthalten. Dieses Ergebnis erzielen die Züchter, indem sie die Ernährung der Fische umstellen. Das tödliche Gift nehmen diese nämlich mit ihrer Nahrung auf, über Gift produzierende Bakterien. Nur noch zehn Prozent des heute gehandelten Fugus stammen aus wild lebenden Beständen und bergen den gewissen Prickelfaktor.


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