Was bedeutet ICES?
ICES ist der Internationale Rat zur Erforschung der Meere. Er wurde 1902 in Kopenhagen gegründet und stellt die älteste Organisation für fischwirtschaftliche und marine Themen dar. Der ICES betreibt ein wissenschaftliches Forum für Informations- und Ideenaustausch: Wissenschaftler der Mitgliedstaaten informieren über die lebenden Ressourcen der Meere und über die Förderung und Koordination von Meeresforschung. Daher gilt der ICES sowohl für Regierungen als auch für internationale Zusammenschlüsse wie beispielsweise die Europäische Union als eine der wichtigsten Quellen für Ratschläge, die die marinen Ökosysteme betreffen.
Heute gehören der Organisation insgesamt 19 Mitgliedstaaten an: Amerika, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Kanada, Lettland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Spanien und Großbritannien. Darüber hinaus besitzen verschiedene Staaten einen Beobachterstatus.
Dazu zählen Australien (CSIRO), Südafrika (Sea Fisheries Institute) und Griechenland (Institute of Marine Biology of Crete). Als NGO kommt auch dem WWF (World Wildlife Fund of Nature) Beobachterstatus zu. Die Hauptaufmerksamkeit des ICES gilt seit 1970 der Unterstützung der Mitgliedstaaten mit Ratschlägen und Informationen über den Schutz der Meeresumwelt und über bestandserhaltene Fischerei. Diese Ratschläge werden durch ein Gremium bearbeitet, bevor sie an die Mitgliedstaaten weitergeleitet werden. Dieses Gremium besteht aus Experten vom Beirat für Fischereimanagement (ACFM) und dem Beirat für Meeresumwelt (ACME). Sie begutachten die Ratschläge und geben sie dann frei.
Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder in über 100 Versammlungen, bei denen in einzelnen Arbeitsgruppen, Seminaren usw. Themen ausgearbeitet werden. Die Ergebnisse werden dann jeweils im September bei der Hauptkonferenz vorgestellt und anschließend veröffentlicht.


FACEBOOK
