Schadstoffbelastung der Meere

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Schadstoffbelastung der Meere

In der Diskussion um Umweltfragen und die Schadstoffbelastung unserer Weltmeere treffen oft mehrere Meinungen aufeinander. Auf der einen Seite stehen die Befürworter von staatlichen Grenzwerten, die keine Gefahr sehen, solange ein Grenzwert unterschritten wird. Kritiker hingegen behaupten, jegliche Verschmutzung und allergeringste Schadstoffmengen seien schon schädlich.

 

Fest steht: Die Schadstoffbelastung der offenen Meere ist heute geringer als vielfach angenommen wird. Durch Winde und Meeresströmungen werden zum Beispiel etwaige Schadstoffe großräumig verteilt. Daher sind Gebiete mit äußerst hohen Konzentrationen eher selten. Ausnahmen bilden vor allem große Häfen oder Bereiche in der Nähe von Industrieschwerpunkten. Diese Gebiete werden jedoch nicht befischt.

 

Auch wenn die Schadstoffbelastung der Meere heute vielfach diskutiert wird, heißt das noch lange nicht, dass die Fische zwangsläufig davon betroffen sind. Ein Beispiel macht es deutlich: So enthielt etwa ein Thunfisch, der zu Zeiten der Pharaonen (2000 v.Chr.) einbalsamiert wurde, damals schon genau die gleichen geringen Schadstoffmengen wie ein heute gefangenes Exemplar. Dies scheint ein wenig paradox, sind doch Schadstoffeinträge in die Meere nicht zu leugnen. Viele der Schadstoffe können jedoch abgebaut werden. Andere werden im Sediment eingelagert und damit der Biosphäre entzogen.

 

Fische vermeiden zudem, ihrem Instinkt folgend, schwere Verunreinigungsgebiete. Damit ist der Fisch auch ein exzellenter Indikator für die Reinheit des Wassers.



Nimmt die Schadstoffbelastung der Meere zu?

Die Tendenz ist eher rückläufig. Das bestätigen beispielsweise die Untersuchungsergebnisse der Europäischen Umweltagentur, die deutliche Verbesserungen in der Wasserqualität europäischer Meere, Flüsse und auch Binnengewässer konstatiert. Denn inzwischen wird gegen die von den Menschen verursachten Schadstoffbelastungen sehr viel unternommen.