Eine Buglänge voraus: Islands Fischereimanagement

Bei Deutsche See steht neben Topqualität die Nachhaltigkeit unserer Produkte ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Wenn unsere Einkäufer zum Hörer greifen, wählen sie mit Vorliebe erst mal 00354... die Vorwahl von Island.

Der Inselstaat hat eines der weltweit fortschrittlichsten und nachhaltigsten Fischereimanagements, denn die Isländer haben deutlich früher als viele andere Fangnationen begriffen: lukrative Fischerei hat nur dann eine Perspektive, wenn die kostbare Ressource der Fischbestände sehr genau beobachtet und dann klug verwaltet wird.

Was sagt die Wissenschaft?
Eine Folge dieser Erkenntnis ist die enge Zusammenarbeit der kommerziellen isländischen Fischerei mit der Meeresforschung.
Bevor das Fischereiministerium neue Fangquoten festlegt, wird das Marine Research Institut zu Rate gezogen. Dieses unabhängige Forschungsinstitut untersucht regelmäßig die Fischbestände vor Island im Hinblick auf deren Größe und Produktivität. Auch das Ökosystem und die Auswirkungen von bestimmten Fangmethoden auf die Meeresumwelt werden genau unter die Lupe genommen.
Erst nachdem diese Daten auch von dem unabhängigen internationalen Rat für Meeresforschung abgesegnet wurden, erfolgt auf ihrer Basis die Vergabe von Fangquoten für konkrete Fischarten in strikt abgegrenzten Fangebieten.

Kein Fisch geht über Bord
Natürlich ist selbst die strengste Quote nur so wirksam wie die Kontrolle ihrer Einhaltung. Auch in diesem Punkt sind die Isländer ganz weit vorn.  
Nur registrierte Schiffe dürfen vor den Küsten Islands ihre Netze auswerfen und es muss alles angelandet werden, was den Fischern in die Netze geht – unabhängig davon, auf welche Fischart sie es vornehmlich abgesehen hatten.
Das sogenannte „Discard-Verbot“ untersagt strikt, unerwünschten Beifang auf offener See einfach wieder über Bord zu kippen. Alles muss an Land gebracht und entsprechend verarbeitet werden. Zum einen wird so vermieden, dass wertvolle Speisefische ungenutzt weggeworfen werden, nur weil sie gerade nicht auf der tagesaktuellen Wunschliste stehen, zum anderen ist natürlich auch nur so nachvollziehbar, wie viel Fisch von jeder Art tatsächlich aus dem Meer geholt wurde.

Quote ist gut, Kontrolle ist besser
Zurück im Hafen wird der gesamte Fang unter dem wachsamen Auge von Inspektoren gewogen und registriert. Die Kontrolleure haben Zugang zu allen relevanten Daten wie Fanggebiet, Tag des Fangs, Ausrüstungstyp und Mengenangaben der einzelnen Fischarten. Eine Datenbank gibt den aktuellen Überblick über die Ist- und Soll-Fangmengen jedes einzelnen Schiffes sowie über die Gesamtfangmengen.
Zur Transparenz verpflichtet sind nicht nur die Fischer, sondern auch Unternehmen, die mit Fisch handeln. Sie müssen regelmäßige Berichte über Einkauf, Verkauf und die Verteilung der Fänge vorlegen.

Freie Fahrt für die nächste Generation
Damit der Nachwuchs gesichert ist, existieren verpflichtende Schutzmaßnahmen für „Babyfische“, die durch vorgeschriebene Maschengrößen den Fangnetzen entschlüpfen können. Gefährdete Bestände werden zusätzlich durch zeitweise oder auch langfristige Schließung einzelner Fanggebiete geschont.

Das nachhaltige Fischereimanagement von Island lässt sich nur umsetzen, weil für jedes einzelne Glied in der Produktionskette strenge gesetzlichen Vorgaben gelten. Und jeder Verstoß wird mit harten Strafen geahndet. Bis zu sechs Jahren Gefängnis sowie der Entzug der Fangerlaubnis drohen bei Nichteinhaltung der Regeln. Und zwar unabhängig davon, ob dies vorsätzlich oder versehentlich erfolgt ist.
Warum uns von Deutsche See das alles so wichtig ist? Na damit wir auch morgen und übermorgen noch wissen, wo wir anrufen, wenn SIE Lust auf richtig guten Fisch haben!

Island besitzt eines der weltweit fortschrittlichsten und nachhaltigsten Fischereimanagements

Islands nachhaltiges Fischereimanagement

Konkrete Regelungen

 

Genaue Registrierung

Jeder angelandete Fang wird im Hafen (unter Kontrolle der Inspektoren) gewogen und registriert 

Umfangreiches Monitoring

Datenbank mit aktuellem Überblick über die Ist- und Soll-Fangmengen der einzelnen Schiffe und der Gesamtfangmengen (Veröffentlichung über die Directorate-Website)

Permanente Kontrollen

Kontrolleure haben Zugang zu allen relevanten Daten wie Fanggebiet, Tag des Fangs, Ausrüstungstyp und Mengenangaben 

Umfassende Transparenz

Unternehmen, die Fisch handeln, sind verpflichtet, dem Directorate of Fisheries regelmäßige Berichte über Einkauf/Import und Verkauf/Export sowie die Verteilung der Fänge vorzulegen 

Besonderer Schutz

Schutzmaßnahmen für so genannte „Babyfische“ und gefährdete Bestände durch zeitweise bzw. langfristige Schließung einzelner Fanggebiete 

Discard-Verbot

Das „Über-Bord-Werfen“ von Beifang ist generell verboten 

Vergabe der Fangquoten

Erfolgt auf Basis der Bewertung einzelner Bestände (im Hinblick auf Größe und Produktivität) und des Zustands des Ökosystems durch das Fischereiministerium

Wissenschaftliche Empfehlungen

Die Empfehlungen werden vom unabhängigen Marine Research Institute ausgesprochen. Dazu gehören:

  • umfassende regelmäßige Untersuchungen der Fischbestände
  • langfristige Forschungen zum gesamten Ökosystem
  • Untersuchungen der Fangmethoden und deren Auswirkung auf die Meeresumwelt

Internationale Einbindung

Empfehlungen des Marine Research Institutes werden vor Weitergabe durch den internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) geprüft.

Harte Strafen

Die Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben wird mit harten Strafen (bis zu sechs Jahren Gefängnis; Entzug der Fangerlaubnis) geahndet, unabhängig davon, ob ein vorsätzlicher oder versehentlicher Verstoß erfolgt ist