Täglicher virtueller Wasserverbrauch: 3.900 Liter

Wie viel Wasser verbrauchen wir beim Essen?

Beim Thema Wasserverbrauch denken wir zu aller erst ans Trinken, die Dusche oder die Spülung. Aus der Leitung verbrauchen wir Deutsche seit den achtziger Jahren immer weniger Wasser. Aber auch in Lebensmitteln ist Wasser enthalten oder wurde zu deren Herstellung eingesetzt. Dieser sogenannte „virtuelle Wasserverbrauch“ ist oft unerwartet hoch – und stammt zudem häufig aus Ländern, in denen Wassermangel herrscht. Im Durchschnitt verbraucht ein Deutscher rund 3.900 Liter virtuelles Wasser am Tag.

Wasserverbrauch bei Lebensmitteln

Sieht man sich den Wasserverbrauch bei Lebensmitteln genauer an, fällt schnell auf: Kaffee, Käse und vor allem auch Fleisch sind besonders durstige Wasserverbraucher. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden beispielsweise rund 15.000 Liter Wasser verbraucht. Fisch dagegen schneidet aus nachvollziehbaren Gründen deutlich besser ab. Denn bei Fisch fallen nur die Kühlung mit Eis und eventuell eine maschinelle Verarbeitung ins Gewicht, ansonsten tendiert der Wasserverbrauch beim Fischkonsum gegen Null. Selbst beim Zuchtfisch, wie Lachs aus Aquakultur, entsteht ein virtueller Wasserverbrauch (ca. 900 Liter), der vergleichsweise gering ausfällt.

Wasserexport aus wasserarmen Regionen

Hoher Wasserverbrauch muss nicht per se problematisch sein. Für eine Bewertung des Wasserverbrauchs ist die lokale Verfügbarkeit von Wasser entscheidend. Es kann also dann problematisch werden, wenn der Verbrauch in wasserarmen Regionen stattfindet und damit ein Export von virtuellem Wasser in wasserreiche Regionen stattfindet – das Risiko von Trinkwasserknappheit und Dürre steigt.