Sushi richtig genießen - aber wie?
Sushi. Der Inbegriff einer leichten modernen Ernährung. Gesund und kalorienarm. Und für viele Durchschnittseuropäer eine der größten kulinarischen Herausforderungen. Wie genießt man Sushi richtig oder sogar stilvoll?
Hier gibt es Hilfe!
- Sauberkeit:
ist das A und O in der japanischen Sushi-Küche. Daher empfiehlt sich der Gebrauch eines "Oshibori", ein heißes, feuchtes Tuch, das einen für alle erdenklichen Vorfälle im Umgang mit dem japanischen Kulturgut wappnet. Gesicht und Hände dürfen damit gerne gereinigt werden.
- Stäbchen - ja oder nein?
Wie befördert man das Bunte in das Runde? Finger? Zunächst mal sind die Finger bei vielen Essern verpönt. Aber es gibt auch Argumente dafür: Zum einen hat man sie immer dabei. Zum anderen befürworten auch Sushi-Meister den Einsatz des körpereigenen Bestecks, beispielsweise beim Verzehr von Nigri-Sushi, den von Hand geformten Ballen-Sushi. Diese übrigens bitte nicht abbeißen, sondern als Ganzes essen! Beim Futo-Maki, dem größeren Rollen-Sushi, ist das Abbeißen erlaubt.
Für Sashimi, bestehend aus filetiertem Fisch und Meeresfrüchten ohne Reis, ist das puristische Holzbesteck aber unerlässlich!
- Stäbchen: "Hashi"
Bitte stecken Sie die Stäbchen, im Japanischen "Hashi" genannt, niemals in den Reis, auch wenn es sich noch so anbietet. Anwesende Japaner werden unmittelbar an ein Beerdigungsritual erinnert, für das dieses Verhalten steht. Gleiches gilt auch für das Weiterreichen von Sushi-Stückchen von Stäbchen zu Stäbchen. (Wollen Sie nun wirklich fragen, ob dies aber auf einer japanischen Beerdigung erlaubt ist?)
Wenn Sie schon ein Stückchen Sushi souverän mit dem Holzequipment weitergeben wollen, verwenden Sie bitte die Endstücke (die Sie hoffentlich noch nicht benutzt haben!...).
Benutzen Sie die Stäbchen ausschließlich für die Aufnahme von Essen! Gerne gemacht, aber ungern gesehen ist die Unart, Teller, Schalen, oder andere Gegenstände an sich heranzuziehen. Dies gilt auch für den Stuhl Ihrer Tischnachbarin, auf die Sie ebenfalls nicht mit Stäbchen zeigen sollten. Das Stäbchen ist kein Zeigeinstrument und kann keine charmante Konversation ersetzen!
Wenn Sie nun nicht mehr wissen, wohin mit dem Holzgeschirr, verwenden Sie doch die dafür vorgesehene "Hashi Oki", ein kleines Ablagebänkchen aus Keramik. Sieht unnütz aus, hilft jetzt aber ungemein! Tischdecke? - NEIN!
- Umgang mit Zutaten:
Zum Sushi gehört traditionell das Wasabi, eine scharfe Paste aus Meerettich. Das Wasabi von "Deutsche See" ist nicht gefärbt. Es enthält keine Farbstoffe, ist natürlich und deshalb nicht grün wie andere Wasabis. Wer bitte sagt, dass Wasabi grün sein muss?
Ingwer ("Gari") und Sojasoße ("Shoyu") dürfen für viele Genießer natürlich auch nicht fehlen. Etwas Sojasoße mit Wassabi in einer kleinen Extraschale mischen und eintunken. Aber nicht einfach so wie Sie wollen! Bitte stets den Belag des Sushi in die Soße stippen, um Himmels Willen niemals den Reis! Dieser würde sich schnell vollsaugen, evtuell auseinanderfallen und, was noch schlimmer ist, den dezenten Fischgeschmack überdecken. Vor allem aber: Ihr bis dahin erzielter fachmännischer Eindruck am Tisch wäre mit einem Dipp zur Nichte gemacht!
Und da wir schon bei den Sünden im Umgang mit Sushi sind:
Sind Sie in einer Sushi-Bar oder ist ein Sushi-Meister in der Nähe - denken Sie nicht daran, das Sushi nachzuwürzen! Für solche Beleidigungen ist der Japaner an sich nicht sehr empfänglich!
Soweit die Theorie für ambitionierte Sushi-Experten. Unser "Taste of Tokyo"-Sushi können Sie aber auch einfach nur genießen, ohne die "Sushi-Etikette" zu beachten. Sie werden feststellen: Unser "Taste of Tokyo"-Sushi schmeckt köstlich - so oder so.


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