Tapas, Pinchos & Co.
Während der letzten 3 Monate hatte ich an verschiedenen Orten die Gelegenheit, die Welt der Tapas und Pinchos kennenzulernen. Anfangs war es etwas verwirrend für mich, zwischen Tapas, Pinchos und Raciónes zu unterscheiden. Dabei muss man sagen: Selbst manche Spanier kennen den Unterschied zwischen Tapas und Pinchos nicht! Heute bin ich schlauer.
Eine „Tapa“, spanisch: „Deckel“, „Abdeckung“, ist ein kleines Appetithäppchen. In Tapas-Bars und Kneipen wird es üblicherweise zu Wein, aber auch zu Bier, Sherry, Wermut oder Portwein gereicht. Ein wenig Chorizo, Iberico-Schinken, Oliven, Morcilla (Blutwurst) oder ein Stück Tortilla Espanol – der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Selbstverständlich gibt es mindestens so viele Varianten mit Fisch und Meeresfrüchten: Pulpo, Sardinen, Sardellen, Thunfisch, Calamares, Entenmuscheln, Miesmuscheln und so weiter. Jede Bar, aber auch jede Region hat ein individuelles Angebot.
Tapas im engeren Sinne sind dabei kostenlose Beilagen zum Getränk. Bestellt man sie extra, ist der Übergang von einer Tapa zu einer „Ración“, also einer größeren Menge, fließend. Zum Beispiel „Pulpo a la gallega“ – mit Salz und Lorbeer gekocht und mit gutem Öl und Pimentón gewürzt: Eine Ración, ein großer Teller voll, langt für vier bis fünf Personen als Snack zum Getränk, lässt sich bei größerem Hungergefühl aber auch problemlos alleine verzehren. :)
Ein Pincho, auf baskisch „Pintxo“, ist die baskische Tapavariante. Pincho bedeutet „Spieß“ auf Spanisch; häufig kommen nämlich kleine Holzspieße zum Einsatz, um die einzelnen Komponenten zusammen zu stecken. Weil die kleinen Köstlichkeiten aufwendiger zubereitet sind, als Tapas, werden sie in der Regel nicht kostenlos zum Getränk gereicht, sondern separat bestellt.
Häufig präsentieren Wirte ihre Pinchos ansprechend auf der Theke. In einigen Gegenden ist es üblich, sie einfach von dort herunter zu nehmen. Später beim Zahlen gibt man dem Kellner dann die Anzahl der verzehrten Pinchos und Getränke an.
Weil Pinchos so vielfältig sind, gibt es im Baskenland sogar Wettbewerbe, bei denen die besten Kreationen gekürt werden.
Na dann: Vamos a tapear! – Lasst uns Tapas essen gehen!





FACEBOOK

