Gewürze
Blättchenpfeffer
Pul Biber oder Blättchenpfeffer ist eine scharfe Gewürzmischung, die vor allem in der türkischen Küche zum Einsatz kommt. Die Mischung setzt sich zusammen aus mildem und scharfem Paprika, Salz, Pflanzenöl und verschiedenen Gewürzextrakten. In Deutschland ist die Gewürzmischung aus Döner-Imbissen bekannt (“Döner scharf“).
Ingwer
(Zingiber officinale), eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). In erster Linie wird die Wurzelknolle, das Rhizom verwendet. Die Heimat des Ingwers ist nicht genau bekannt, er wächst vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten. Ingwer hat einen angenehm aromatischen Geruch, der Geschmack ist brennend scharf und würzig. Wesentliche Bestandteile sind ätherisches Öl, Harzsäuren und neutrales Harz sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz. Ingwer wird gerieben zum Würzen von Suppen oder Geflügel verwendet, er passt gut zu Lammfleisch, Fisch und Meeresfrüchten, auch Süßspeisen werden mit Ingwer verfeinert. Aus Japan stammt der in Essig eingelegte Sushi Ingwer.
Kardamom
(Elettaria cardamomum) bezeichnet sowohl die Pflanze als auch deren Kapselfrucht. Ursprünglich stammt Kardamom aus Südindien und Sri Lanka. Zum Kochen und Backen werden die Kapseln verwendet, die die Samen der Pflanze enthalten. Die Samen enthalten ein ätherisches Öl mit einem würzigen, süßlich-scharfen Aroma. Da diese Aromen leicht verfliegen, sollte man ganze Kapseln stets dem Pulver vorziehen. Guter Kardamom hat eine frisch-grüne Farbe (Kapsel) und ölig-schwarze Samenkörner. Als beliebtes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche ist Kardamom Hauptbestandteil indischer Masalas und von Currypulver.
Kreuzkümmel
(Cumin cyminum), auch Mutterkümmel, weißer Kümmel, römischer Kümmel, welscher Kümmel, Kumin oder Cumin genannt, wird aus den getrockneten Früchten eines asiatischen Doldenblütengewächses gewonnen und wurde als Gewürz- und Heilpflanze bis ins Mittelalter auch in Europa kultiviert. Vermutlich stammt er aus dem vorderen Orient, heutige Hauptanbaugebiete sind Indien, Iran, Indonesien, China und der südliche Mittelmeerraum. Der Kreuzkümmel ist stark vertreten in den Küchen Nordafrikas, der Türkei, Griechenlands und des Nahen Ostens, wo er überwiegend in Fleischgerichten zum Einsatz kommt. Kreuzkümmel hat einen intensiven, unverwechselbar erdigen Geschmack. Das wohl bekannteste Gericht mit intensivem Kreuzkümmelaroma ist Falafel, in der beliebten Gewürzmischung Garam Masala ist das Gewürz ebenfalls sehr deutlich herauszuschmecken.
Minze
(Mentha) gehört zur Familie der Lippenblütengewächse und wächst überwiegend in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel. Die Blätter der Minze sind sowohl frisch als auch getrocknet sehr intensiv aromatisch, sie haben einen charakteristisch frischen, fast pfeffrigen Geschmack. Am bekanntesten ist die Verwendung als Tee, wofür sowohl getrocknete als auch frische Blätter verwendet werden. Minze ist eine Bereicherung für Gerichte mit Lamm und Wild, in Saucen, Süßspeisen, Sorbets und Obstsalaten aller Art.
Piment oder Nelkenpfeffer
(Pimenta dioica), auch Jamaikapfeffer oder Viergewürz, stammt aus der Familie der Myrthengewächse und wird aus den unreifen Früchten der Piment- Pflanze gewonnen. Es wird hauptsächlich in Jamaika angebaut und ist aus der karibischen Küche kaum wegzudenken. Der Nelkenpfeffer ist ein sehr vielseitiges Gewürz, er verleiht Gerichten eine herrlich scharfe, ätherisch würzige Note. In Deutschland wird Piment in erster Linie bei der Wurstherstellung und für Weihnachtsgebäck verwendet.
Der Schwarzkümmel
(Nigella sativa) ist eine alte Kulturpflanze, die aus Ägypten und Westasien stammt. Die scharfen und sehr aromatischen schwarzen Samen enthalten wertvolle ätherische Öle und sind als Gewürz orientalischer Speisen sehr beliebt. Eine Prise gemahlener Schwarzkümmel ist auch eine typische orientalische Kaffeeergänzung. Der Kaffee wird so heilkräftig und gewinnt an Geschmack.
Gewürzsumach
(Rhus coriaria), auch Gerbersumach, Sizilianischer Sumach oder Färberbaum genannt, ist eine aus Sizilien, dem Iran und der Türkei stammende Pflanze, die bereits seit der Antike als Färbemittel verwendet wird. Die getrockneten, gemahlenen Steinfrüchte des Gewürzsumach werden Sumak genannt und als säuerliches Gewürz vor allem in der türkischen, arabischen, kurdischen und persischen Küche verwendet. Hochwertiges, reines Sumak wird hergestellt, indem die dünne Schicht Fruchtfleisch abgeschabt und anschließend unter großer Hitze getrocknet wird. Das Gewürz hat einen säuerlichen Geschmack, der von den verschiedenen enthaltenen Fruchtsäuren stammt. Als säuerlicharomatische Komponente wird Sumak über Salate, Fleischgerichte (z.B. Lahmacun) und Reisgerichte gestreut.

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