Räuchern

Räuchern ist heutzutage nicht mehr nur eine klassische Methode zur Haltbarmachung von Fisch und Fleisch, sondern verleiht den so bearbeiteten Lebensmitteln auch eine äußerst delikate Note, die den Genuss noch erhöht. Früher galten die Dämpfe, die der Rauch enthielt, als entspannend und sollen sogar eine heilende Wirkung gehabt haben. Dann entdeckte man, dass der Rauch dem Fisch oder Fleisch einen besonderen Geschmack verleiht. Und so ist Räucherfisch heute von den Fischtheken nicht mehr wegzudenken. 

Beim Räuchern bewirken die im Rauch enthaltenen Stoffe, dass das Eiweiß in der Räucherware gerinnt und so konserviert wird. Grundsätzlich sind eigentlich alle Fischarten zum Räuchern geeignet. Als Klassiker auf diesem Gebiet gelten jedoch Lachs, Forellen, Makrelen, Heringe und Aale. Der Aufwand für das Räuchern ist relativ gering. Für den Privatbetrieb gibt es inzwischen schon recht kleine Geräte, die nur wenig Platz benötigen. Von ihrem Aufbau her sind die Räucher-Geräte im Prinzip alle gleich aufgebaut. Ganz oben befindet sich ein Rost für den zu räuchernden Fisch, darunter der Räuchertopf für das Mehl und ganz unten die Hitzequelle. Das Ganze wird mit einem Deckel verschlossen.

Durch die aufsteigende Hitze verkohlt das Mehl, der Fisch wird gegart und erhält seine typische Räucherfarbe. Es ist auch möglich, sich eine eigene kleine Räucherkammer zu bauen, allerdings sollte der Aufwand nicht unterschätzt werden. Man unterscheidet gemeinhin in Heiß- und Kalträuchern. Heißgeräuchert wird bei über 60°, kalt bei unter 30° Celsius. Letzteres ermöglicht eine längere Haltbarkeit des Fisches, da die Räucherzeit aufgrund der niedrigeren Temperatur länger ist. Es sollte dringend darauf geachtet werden, dass das verwendete Holz immer harzfrei ist. Jede Holzart verleiht dem Fisch ein individuelles und typisches Aroma. Besonders beliebt wegen seines angenehmen Aromas ist zum Beispiel Buchenholz.