Lachsarten und ihre Fangstätten
Lachse, Forellen und Saiblinge - sie alle gehören zur Familie der Lachsfische (Salmoniden). Die Fettflosse - zwischen Rücken- und Schwanzflosse angesiedelt - ist das klassische Merkmal, an dem man Lachsfische erkennen kann. Der prominenteste Vertreter dieser Gattung ist und bleibt der Lachs. Lachse bewohnen als ausgezeichnete Schwimmer vor allem die Flüsse und Ozeane der nördlichen Erdhalbkugel und spielen auch bei "Deutsche See" eine tragende Rolle.
Besonders beliebt als traditioneller Speisefisch ist der Atlantische Lachs, der auch im Pazifik bekannte Artgenossen hat, die ihm auf der Speisekarte Gesellschaft leisten. Neben Sockeye, Königslachs, Silberlachs, und Ketalachs werden auch Buckellachse vor allem in kanadischen und amerikanischen Gewässern gefangen. In Europa gilt der Atlantische Lachs als wichtigstes Aquakulturprodukt.
Der weitaus größte Teil der in Deutschland gehandelten Lachse stammt aus europäischen Aquakulturen. Diese Einrichtungen sind mit den Jahren immer populärer geworden: Sie gelten als der am schnellsten wachsende Bereich der Lebensmittelproduktion. In Europa haben sich Aquakulturanlagen - etwa in Norwegen, Schottland, Irland und auf den Faroer Inseln - mittlerweile als fester Bestandteil der Fischwirtschaft etabliert.
Dort wird beispielsweise "Atlantischer Lachs" unter kontrollierten Bedingungen aufgezogen. Doch nicht nur in Europa, sondern auch in Nord- und Südamerika ist der Lachs sehr beliebt - in Kanada und vor allem in Chile sind Lachs-Aquakulturen an der Tagesordnung. Und auch am anderen Ende der Welt - etwa in Neuseeland - finden sich entsprechende Anlagen.
Atlantische Wildlachse hingegen sind im Nordatlantik und angrenzenden Gewässern zu Hause. Lachse sind diadrome Fische, so genannte „Wanderfische“, die ihre Jugend im Süßwasser der Flüsse verbringen und dann im Alter von 3 bis 4 Jahren ins Meer wandern. Doch es zieht die Tiere regelmäßig wieder in die Heimat: Zur Vermehrung begeben sich Wildlachse in die Flüsse zurück, in denen sie aufgewachsen sind.
Wildlachse sind aber im Gegensatz zu Lachsen aus Aquakulturen nicht ganzjährig als frische Lachse für den Handel verfügbar, denn nur im Spätsommer werden die Fische in Norwegen, Schweden, Irland, Schottland und Kanada gefangen. Doch dank ausgefeilter Frischelogistik und moderner Technik sind sie heute auch außerhalb der Saison für den Genießer in der Fischtheke zu finden.


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