Kleine Garnelenkunde
Knackig, delikat und fein – mit diesen Attributen hat die Garnele sehr schnell Einzug gehalten in die moderne Küche. Mit wenig Kalorien und einem hohen Gehalt an gesundem Eiweiß ist die Garnele eine ideale Zutat für leichte und aromatische Gerichte. Aufgrund ihrer Beliebtheit wächst die Nachfrage nach Garnelen stetig.
Schwierigkeiten machen dem Laien mitunter die verschiedenen Begrifflichkeiten, die im Zusammenhang mit Garnelen auftauchen und immer wieder für Verwirrung sorgen – etwa Scampi, Gambas, Crevetten, Shrimps, Prawns, Hummerkrabben usw. Wir wollen ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Garnelen oder Scampi?
Garnelen sind aus zoologischer Sicht alle Zehnfußkrebse mit stark entwickeltem, langem Hinterleib, die keine Hummer, Langusten oder Bärenkrebse sind. Im deutschen Sprachgebrauch sind auch Begriffe wie "Shrimps", "Crevetten", "Prawns" oder "Gambas" üblich. Fantasie-Namen wie "Hummerkrabben" haben keine wissenschaftliche Bedeutung und bezeichnen besonders große Garnelen.
Scampi gehören zur Familie der Hummerartigen mit ausgeprägten Scheren. Der Vorderkörper ist im Vergleich zu den Garnelen viel stärker entwickelt. Scampi werden auch Kaisergranat genannt.
Kalt- oder Warmwasser?
Garnelen werden grundsätzlich in Kalt- und Warmwasser-Garnelen unterschieden. Kaltwasser-Garnelen entstammen den kühleren Gewässern der nördlichen Halbkugel. Sie leben in einer Tiefe von mehr als 100 Metern und wachsen vergleichsweise langsam. Deshalb ist ihr Fleisch sehr zart und aromatisch. Bei "Deutsche See" werden Eismeer-Garnelen aus den arktischen Meeren des nordöstlichen Atlantiks sowie Garnelen aus der Nordsee gehandelt.
Warmwasser-Garnelen leben in wesentlich wärmeren Gewässern der südlichen Halbkugel. Sie wachsen schneller als Kaltwasser-Garnelen und sind im Geschmack etwas neutraler. Innerhalb der Warmwaser-Garnelen muss allerdings noch zwischen Sea- und Freshwater-Garnelen unterschieden werden.
Freshwater-Garnelen, zu denen etwa die Rosenberg-Garnele zählt, verfügen über einen spindelförmigen, eher gedrungenen Körper und sind in Süßwassergebieten wie Seen, Flüssen und Brachwasser (Mischwasser zwischen
Meerwasser und Flußwasser-Gebieten) beheimatet. Seawater-Garnelen wie z. B.die Black Tiger-Garnele hingegen zeichnen sich durch einen eher lang gestreckten, schlanken Körper aus und leben im offenen Meer.


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