Gewürzspecial

Gewürzspecial

Die Welt der Gewürze ist riesig und vor allem bunt, genauso wie die Welt der Fische und Meeresfrüchte. Kein Wunder also, dass sich bei kreativen Kombinationen aus diesen beiden Welten zahllose delikate Gerichte ergeben…

 

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A

Anis
Auch als süßer Kümmel bezeichnet, ist Anis besonders in unseren Breiten als Würze für süßliches Gebäck bekannt. Angebaut und beliebt ist Anis vor allem im Mittelmeerraum - hier gibt sein charakteristisches Aroma Kultgetränken wie Ouzo, Pastis oder Sambuca die nötige Würze.


B


Bärlauch
Der Bärlauch ist ein idealer Frühlingsbote, der in fast ganz Europa und Nordasien vorkommt: Seine Inhaltstoffe bringen den Stoffwechsel so richtig in Schwung. Er wird auch wilder Knoblauch genannt – nicht ohne Grund: In Geschmack und Geruch sind sich die beiden zwiebelartigen Gewächse sehr ähnlich. Deshalb wird Bärlauch, der besonders frisch schmeckt, häufig in Marinaden, Quark oder Mayonnaisen verwendet und ist auch für Fisch wie z.B. Seelachs ein idealer Begleiter.

Basilikum (Ocimum basilicum)
Basilikum wurde bereits vor 3000 Jahren in seiner asiatischen Heimat angebaut. Reibt man leicht an Basilikumblättern, entströmt ihnen ein Duft, der Wärme und Sonnenlicht verspricht. Basilikum hat ein komplexes, süß-würziges Aroma, ist im Geschmack mild und pfefferartig und lässt sich beispielsweise ausgezeichnet mit Garnelen kombinieren.

Bohnenkraut
Das Bohnenkraut kommt aus dem Mittel- und Schwarzmeerraum und war schon im alten Rom als Küchenkraut und Heilpflanze bekannt. Mittlerweile ist es ziemlich weit verbreitet. Bohnenkraut hat einen sehr charakteristischen,
würzigen Geruch und sein pfeffriger, leicht brennender und thymianartiger Geschmack passt hervorragend zu Salaten, eingelegten Gurken oder essigsaurem Gemüse.


C


Chili (Chilipulver) (Capsicum frutescens)
Chili wird aus scharfem, getrocknetem rotem Chili hergestellt. Die feurige Schärfe stammt von Caosaicin, das in Samen und Haut des Chilis enthalten ist. Die Intensität der Schärfe hängt von der Sorte und dem Reifegrad ab. Unreif sind die Schoten grün, mit zunehmender Reife werden sie gelb, orange, rot, braun oder violett. Chili kann daher so manchem Fisch - etwa einem Räucherlachs - die nötige Würze verleihen.

Curry
Mit dem Currybaum, der im südlichen Himalaya wächst, hat das in unseren Breiten bekannte Curry meist nichts gemein. Curry stammt aus der indischen Küche und setzt sich aus einer Mischung von zehn bis vierzig Gewürzen zusammen. Je nach Region und Gericht besteht Curry daher aus anderen Gewürzen und auch die Mischverhältnisse unterscheiden sich - dementsprechend sind die Würzungen schärfer oder milder. Die am häufigsten verwendeten Zutaten sind: Chili, schwarzer Pfeffer, Kardamom, Koriander, Ingwer, Nelken und Zimt. Die fertige Mischung, die es hierzulande meist zu kaufen gibt, haben wir den Engländern zu verdanken - mit dem, was man aus den frischen Gewürzen zaubern könnte, ist sie allerdings nicht zu vergleichen.


D


Dill (Anethum graveolens)
Dill stammt ursprünlich aus Südrussland und dem vorderen Orient. Er hat ein feines und süßlich duftendes Aroma und schmeckt fein und mild. Dillsamen hingegen haben einen intensiveren Geschmack.


E


Erdnuss (Arachis hypogaea)
Die zur Gattung der Hülsenfrüchte gehörende Erdnuss stammt ursprünglich aus Südamerika. Sie hat meist zwei Kerne und eine rötliche, leicht abziehbare Haut. Der typische nussige Geschmack entwickelt sich erst nach dem Rösten. Erdnusssauce ist etwa als Dipp in der Küche ausgesprochen vielseitig einsetzbar.

Estragon
Estragon gelangte mit den Kreuzzügen nach Mitteleuropa. Mit seinem warmen, süßen Duft und seinem würzigen, anisartigen Geschmack passt es nicht nur zu Salaten und Saucen, sondern eignet sich auch hervorragend für Fisch- und Fleischgerichte.


F


Fenchel (Foeniculum vulgare Mill.)
Der süßlich-aromatische Fenchel kommt aus dem Mittelmeerraum und ist aus der mediterranen Küche nicht wegzudenken. Fenchel ist ein uraltes Gewürz, das sich heute nicht nur in Europa, sondern auch in Asien großer Beliebtheit erfreut. Mit seiner milden Würze passt er ideal zu Fisch- und Meeresfrüchten.


G


H

Honig
Honig ist die älteste süßende Substanz. Bienen produzieren ihn aus dem Nektar verschiedener Bäume und Blumen. Jede Blumenart in den verschiedenen Teilen der Welt ergibt einen Honig von charakteristischem Geschmack. Auch Fisch erhält durch Honig einen unvergleichlichen Geschmack – wie wäre es z.B. mit einem Matjes in zarter Honig-Senf-Sauce?


I

Ingwer (Zingiber officinale Rosc.)
Ingwer, auch Imber oder Immerwurzel genannt, ist schon seit etwa 3000 Jahren als Heil- und Würzmittel bekannt. Sogar Konfuzius würzte schon seine Speisen damit. Und in der Tat ist diese außergewöhnliche Wurzel vielfältig einsetzbar: Als erfrischend scharf-fruchtiges Gewürz für alle möglichen Speisen oder als Heilmittel in der ayurvedischen Medizin z.B. bei Gliederschmerzen, Rheuma oder Verdauungsbeschwerden. Fast alle Länder mit tropischem Klima bauen Ingwer an – der jamaikanische ist dabei im Westen am beliebtesten. In Deutschland und Europa wird Ingwer eher unterschätzt – weltweit gehört er aber zu den beliebtesten Gewürzen überhaupt. Nicht ohne Grund: Ingwer hat einen zitronenartigen Geruch und einen scharfen, beißenden und warmen Geschmack.


J


K

Kerbel
Kerbel hat seinen Ursprung im Kaukasus bzw. Südrussland und ist heute auch im Mittelmeerraum gern im Gewürzregal gesehen. Kerbel hat einen feinaromatischen, milden Duft und schmeckt besonders gut zu Fisch, Geflügel, aber auch zu jungem Gemüse sowie zu Eier- und Käsespeisen.

Knoblauch (Allium sativum)
Knoblauch gelangte aus Zentral- und Südasien nach Europa und hat heute seinen festen Platz in europäischen Küchen. Sein scharfer, aromatischer Geschmack macht ihn als Gewürz und als Gemüse interessant. Das Spektrum reicht von einem „Hauch Knoblauch“ zur Verfeinerung eines Gerichts bis hin zur Verwendung mehrerer Zehen. Knoblauch ist als klassisches Gewürz etwa in Pasta oder vielen Feinkostprodukten enthalten, beispielsweise in Antipasti oder Feinkostsalaten.

Kokosnuss (Cocos nucifera)
Die Kokosnuss stammt vom „Baum des Lebens“, der Kokospalme, und ist botanisch gesehen gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht. Oft landeten die Früchte früher auch im Meer und wurden anderswo angetrieben. Vor allem in aristokratischen Kreisen galten diese geheimnissvollen „Cocos de mer“ als kostbares Aphrodisiakum. Die Kokosnuss hat einen cremigen, leicht süßen und nussigen Geschmack und kann auch bei Fischgerichten für eine ganz besondere Note sorgen.

Koriander (Coriandrum sativum)
Koriander stammt aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien, ist Küchenkraut und Gewürz in einem. Sein frischer Duft und das würzige Aroma stecken in den frischen Blättern, Wurzeln, Früchten und Samen. Koriander ist aus der asiatischen und orientalischen Küche eigentlich nicht wegzudenken.

Kreuzkümmel (Kumin)
Kreuzkümmel wurde zwar schon in der Bibel erwähnt, aber in unseren Breiten später durch Pfeffer ersetzt und verlor damit an Bedeutung. Kreuzkümmel hat mit Kümmel nicht viel gemein: Wahrscheinlich ist ein Übersetzungsfehler schuld am ähnlichen Namen. Kumin gehört in den Küchen des Orient, Chinas, des Mittelmeerraums und Mittelamerikas einfach dazu und hat ein schweres, süßsäuerliches, scharfes und warmes Aroma. Bei der Dosierung ist allerdings Vorsicht geboten, da Kreuzkümmel einen sehr kräftigen Eigengeschmack hat.

Kümmel (Carum carvi L.)
Verwendet werden vom Kümmel vor allem die Früchte und nicht, wie immer angenommen wird, die Samen. Kümmel ist ein altes, mitteleuropäisches Gewürz, wird aber oft auch als typisch für den deutschsprachigen Raum bezeichnet. Mit seinem stark aromatischen und warmen Geschmack passt er besonders gut zu Fleischgerichten und Gemüse.

Kürbiskern (Cucurbita pepo)
Kürbiskern ist der dunkelgrüne, glänzende bis matte Kern des Kürbis „Tondo padana“. Die Kerne haben einen zarten Geruch und einen nussartigen Geschmack. Sie sind reich an pflanzlichem Eiweiß, ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen.


L

Lavendel
Lavendel verströmt mit seinem Geruch Klarheit und Frische. Obwohl er im gesamten Mittelmeerraum eine beliebte Zierpflanze ist, wird er nur in Frankreich wegen seines ätherischen Öls, das in der Parfümindustrie Verwendung findet, angebaut. Als Gewürz ist er außerhalb Frankreichs nicht sehr populär. Lavendel ist sehr dominant und hat einen aromatisch, leicht bitteren Geschmack, der etwas an Rosmarin erinnert. Wegen seines starken Eigengeschmacks sollte man sehr sparsam mit Lavendel umgehen, die Speisen schmecken sonst sehr schnell „parfümiert“.

Liebstöckel
Liebstöckel ist ein typisches Gartengewächs. Mit seinem intensiven Geruch und Geschmack erinnert es an „Maggi“ – daher auch der Name „Maggikraut“. Die ganze Pflanze kann vielfältig verwendet werden: als Gewürz in Suppen, Fleisch- und Fischgerichten, Eintöpfen oder Salaten. Die Blattstiele können aber auch als Gemüse verzehrt werden.

Limone
Diese Zitrusfrucht kommt ursprünglich aus Malaysia, wird heute aber in der gesamten Tropenregion angebaut. Limonen oder Limetten sind mit den Zitronen verwandt. Sie haben auch einen ähnlichen Geschmack, sind aber etwas frischer und fruchtiger. Ihr Bekanntheitsgrad bei uns steigt ständig, was dem Cocktail „Caipirinha“ zu verdanken ist. Limetten sind aber nicht nur als Beigabe aromatischer Cocktails beliebt, sondern eignen sich mit ihrer Frische auch hervorragend zu Fisch- und Fleischgerichten, sowie als Zutat für Saucen.

Lorbeer
Der immergrüne Lorbeer wächst vor allem im Mittelmeerraum und in Vorderasien. Seine Einsatzgebiete als Gewürz sind vielfältig: Suppen, Fleisch- und Fischgerichte, Wild und Saucen erhalten durch ihn eine charakteristische, feinwürzige Note. Lorbeer gibt sein Aroma nur sehr langsam ab und sollte deshalb immer mitgekocht werden.


M

Majoran (Origanum majorana Moench)
Majoran ist hauptsächlich als Wurstgewürz (in Blut- und Leberwurst) bekannt. Aber der sparsam zu dosierende Majoran passt auch ausgezeichnet zu Fisch- und Geflügelgerichten oder Salaten. Sein intensiver Eigengeschmack geht auch beim Kochen nicht verloren. Das schon bei den Ägyptern und Römern bekannte Gewürz kommt hauptsächlich im östlichen Mittelmeerraum, Nordafrika und Vorderindien vor.

Melisse (Melissa officinalis L.)
Nicht umsonst wird Zitronenmelisse zur geschmacklichen Verstärkung von Zitrone gewählt: Das erfrischende Aroma der Melisse erinnert an Zitronen. Sie gilt als perfekter Ersatz für Zitronengras und passt hervorragend zu Fisch, Geflügel und Salaten. Melisse wird jedoch seltener als Gewürz eingesetzt und viel häufiger als Heilkraut angewendet. Vor allem früher wurde Melisse als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und nervösen Schlafstörungen gesehen.

Minze (Mentha spicata)
Stammt vorwiegend aus Südeuropa und der Mittelmeerregion. Sie gibt mit ihrem süßen Duft und dem gleichzeitig kühlen und leicht scharfen Aroma jeder Speise einen erfrischenden Geschmack.

Muskatnuss
Ist der Kern einer pfirsichartigen Frucht, die am Muskatnussbaum wächst und eigentlich keine Nuss im herkömmlichen Sinne. Der Muskatnussbaum kommt eigentlich nur noch in Ostindonesien vor - dort wird er auch kultiviert.
Frisch gemahlen entfaltet die Muskatnuss ihr volles, harziges und warmes Aroma. Das Gewürz ist vielseitig zu verwenden: Zum Würzen von Süßspeisen wie Kuchen und Kekse, von herzhaften Speisen wie Fleisch, Kartoffeln und anderem Gemüse, aber auch für Suppen und Eintöpfe ist es ideal.


N

Nelke (Caryophyllus aromaticus L.)
Die Nelke ist die Blütenknospe des Gewürznelkenbaumes aus der Familie der Myrtengewächse. Der Name Nelke leitet sich von dem Wort „Nagel“ ab, da die Knospenform an Nägel erinnert. Nelken duften sehr charakteristisch und schmecken intensiv würzig.


O

Orange (Citrus sinensis)
Die Frucht des Orangenbaums ist die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht der Welt. Der Name stammt aus dem Arabischen (naranje) und die Farbe Orange ist nach ihr benannt. Ihr süßer und erfrischender Geschmack passt gut zu exotischen Speisen.

Oregano (Origanum vulgare)
Oregano - auch „wilder Majoran“ oder „Echter Dost“ genannt, ist eine Gewürz- und Heilpflanze. Das Wort „Oregano“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Schmuck der Berge“. Das Gewürz hat ein intensives Aroma und schmeckt von scharf-würzig bis bitter-herb. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet und seit jeher fester Bestandteil der griechischen und italienischen Küche, wird Oregano heute auch weltweit in warmen und gemäßigten Breiten angebaut und genutzt.


P/Q

Paprika (Capsicum annum)

Paprika stammt ursprünglich aus Amerika und wurde nach Kolumbus’ Rückkehr 1493 erstmals in Spanien angebaut. Die Spanier mahlten die getrockneten Schoten zu Pimentón, dem Paprika. Der Geschmack variiert von süßlich bis temperamentvoll scharf. Paprika wird ausgesprochen vielseitig als Gewürz verwendet und ist nicht nur für Salate oder Fleischgerichte eine echte Bereicherung

Petersilie (Petroselinum crispum)
Petersilie stammt aus dem östlichen Mittelmeergebiet und hat ein leicht würziges und frisches Aroma. Glatte Petersilie schmeckt intensiv, krause Petersilie sehr ausgewogen. Petersilie unterstützt auch die Aromen anderer Gewürze und Kräuter.


R

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Rosmarin ist in den Mittelmeerregionen beheimatet und wurde schon im frühen 9. Jahrhundert als königliches Gewürz angebaut. Er ist ein immergrüner Strauch mit einem delikaten Aroma und verleiht Gemüse wie auch Fisch und Fleisch eine würzige Note.

Rucola
Rucola ist die italienische Bezeichnung der deutschen Rauke. Der robuste Gartensalat geriet in Deutschland etwas aus der Mode und erlebt seine Renaissance mit der Entdeckung von Rucola. Heimisch sind die Raukearten, die als Salat oder Pesto genossen werden, in Mittel- und Südeuropa. Ihr nussiger, scharf-aromatischer und krautiger Geschmack ist unverkennbar und kann auch Fischgerichten eine besondere Note verleihen.


S

Safran
Dieses Gewürz galt schon immer als Kostbarkeit und wurde früher sogar höher als Gold gehandelt. Die Araber brachten Safran vor etwa 1000 Jahren nach Spanien. Aber nicht nur dort wird es heute im großen Stil angebaut. Safran wird auch in Iran, im nördlichen Westpakistan, China und sogar in Österreich kultiviert. Sein charakteristischer, intensiver, aromatisch-herber bis zartbitterer Geschmack darf in der indischen und mediterranen Küche nicht fehlen. Dementsprechend können auch  Safransaucen den verschiedensten Mahlzeiten den letzten „Schliff“ geben.  

Salbei (Salvia-Arten)
Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort „salvere“ ab, was in etwa „gesund sein“ bedeutet. Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum und es gibt hunderte von unterschiedlichen Salbeiarten. Vom gemeinen Salbei, der auch in unseren Breiten wächst, werden vor allem die würzig schmeckenden Blätter verwendet. Sein käftig-aromatischer Duft passt besonders gut zur leichten mediterranen Küche.

Schnittlauch
Seine langen, röhrenförmigen Blätter werden fast nur frisch oder frisch eingefrorenen verwendet. Mit Schnittlauch verfeinerte Gerichte sollten auch nicht mehr weiter gekocht, gegart oder gebraten werden, weil er sonst nicht nur seine Frische, sondern auch sein mildes, zwiebelähnliches Aroma verliert. Ursprünglich kommt Schnittlauch wahrscheinlich aus Zentralasien, heute wächst er aber auch wild oder verwildert in Mittel- und Nordeuropa. In höheren Alpenregionen ist Schnittlauch eines der wenigen lokalen Gewürze und wird dementsprechend viel genutzt. Schnittlauch gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist in unseren Breiten überaus beliebt - beispielsweise auch als Frischegeber für den klassischen Kartoffelsalat.

Schwarzer Pfeffer (Piper nigrum)
Fehlt in kaum einer Küche. Schwarzer Pfeffer hat einen fein-würzigen Geruch mit einem scharf-süßlichen Aroma. Sein Geschmack hängt vom Anteil der ätherischen Öle und von dem Schärfe gebenden Stoff Piperin ab.

Sellerie
Sellerie hat einen sehr charakteristischen Geruch und Geschmack. Blätter, Knolle und die Früchte sind ideale Würzmittel für Suppen und Eintöpfe. Sellerie kann aber noch mehr: Als Gemüsebeilage in Salaten passt er sehr gut etwa zu Möhren oder Kartoffeln und ist dabei auch noch gesund. Die in Europa heimische Pflanze enthält viele Vitamine und Spurenelemente.

Senfkorn (Sinapis alba L.)
Senfsaat kommt ursprünglich aus Asien. Als Gewürz verwendet man die in Schoten gereiften, gelblich-braunen Senfkörner, die viel Eiweiß und Öle enthalten. Die Senfkörner sind geruchlos und besitzen kein Aroma. Der charakteristisch scharfe Geschmack entwickelt sich erst durch Hinzufügen von Wasser – erst dann wird das ätherische Senföl freigesetzt.

Sesam
Sesam ist eine uralte und weit verbreitete Nutz-, Kulturpflanze, sowie eine der ältesten und wichtigsten Ölpflanzen. Sein leicht nussiges Aroma, kann durch Rösten verstärkt werden. Auch Fischgerichte können mit Sesam verfeinert werden. Das Öl ist für eine gesunde Ernährung überdies sehr gut geeignet – es enthält sehr viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Soja
Sojabohnen sind wertvolle Lieferanten von pflanzlichem Eiweiß. In Asien gehören sie zu den Grundnahrungsmitteln und auch bei uns nimmt die Beliebtheit stetig zu, denn Soja ist gesund und vielfältig zu verwenden. Die Sojasauce ist ein altes und bekanntes asiatisches Würzmittel, während Tofu für Vegetarier als Eiweißlieferant dient. Und auch die Sojasprossen finden zunehmend Eingang in die europäische Küche.


T

Thymian (Thymus)
Thymian ist im Mittelmeerraum zu Hause und wächst wild auf warmen, trockenen Hügeln. Es gibt über hundert verschiedene Sorten, die alle über leicht unterschiedliche Aromen verfügen. Thymian verströmt beim Reiben einen angenehm erdigen, würzigen Duft und hat einen erfrischenden Nachgeschmack. Damit passt Thymian ideal zu Fischgerichten und macht sich auch als Grillgewürz ausnehmend gut.


U


V

Vanille (Vanilla planifolia)
Vanile ist das Aroma, das aus den getrockneten Schoten und den Samenkapseln einer tropischen Orchidee gewonnen wird. Die langen, gelben Fruchtkapseln werden unreif gepflückt. Nach einem Trocknungs- und Fermentierungsprozess sind die eingeschrumpften Schoten dunkelbraun und haben ein süß duftendes Aroma, was beispielsweise einen Obstsalat optimal ergänzen kann.


W


X/Y/Z

Zimt
Zimt hat ein charakteristisches Aroma, das in keiner Winterspeise fehlen darf. Ursprünglich kommt der zu den ältesten Gewürzpflanzen zählende Zimt aus Asien, insbesondere aus China und Sri Lanka. Zimt aus China ist jedoch etwas herber und bitterer als die srilankischen Sorten. Geerntet wird die Rinde des immergrünen Zimtbaumes, die dann anschließend aufgerollt getrocknet wird. Gemahlener Zimt verliert relativ schnell sein feines und etwas süßliches Aroma. Aber Zimt ist mehr als nur ein typisches Wintergewürz. Er hat auch heilende Wirkung: Zimt ist kreislaufanregend und verdauungsfördernd, er wirkt antibakteriell und hilft bei Husten und Heiserkeit.

Zitrone
Zitronen sind sehr vielfältig einsetzbare Zitrusfrüchte. Sie haben ein sehr fruchtiges, frisches und saures Aroma und sind deshalb beliebte Beigaben in vielen Lebensmitteln und Getränken. Optimal passt der fruchtig frische Geschmack beispielsweise zu Fisch und Meeresfrüchten – z. B. als finale Würze für einen bunten Meeresfrüchtecocktail. Zitronen finden jedoch nicht nur als fruchtig-aromatische Beigabe vieler Lebensmittel Verwendung, sondern auch in der Kosmetikindustrie, Reinigungsmittelindustrie oder Medizin. Die größten Anbaugebiete befinden sich auf Sizilien und in Kalifornien. Der Ursprung der Zitrone ist nicht eindeutig geklärt, vermutlich aber stammt sie ursprünglich aus Asien.

Zitronengras (Cymbopogon citratus)
Zitronengras ist eine tropische Grasart, deren zwiebelartige Stängel das Aroma „Citral“ enthalten. Dieser auch in Zitronen vorkommende Stoff verleiht der Pflanze ihren feinen, nachhaltigen Zitronenduft. Zitronengras wird sowohl als Gewürz in Speisen als auch für Tees und zum Verfeinern von Süßspeisen verwendet.